Teil eines Werkes 
1. Theil (1820)
Entstehung
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feſtes war. Nicht ohne eine Regung von Mit⸗ leid, die faſt an Verachtung graͤnzte, bemerkte der begeiſterte Weidmann, daß ſie das darge⸗ reichte Meſſer ausſchlug, womit ſie den erſten Einſchnitt in des Hirſches Bruſt machen ſollte, um die Beſchaffenheit des Wildbrets zu erproben. Er fuͤhlte nicht wenig Luſt, ihr ſeine Huldigung darzubringen, aber zu ſeinem Ungluͤcke hatte er, bei ſeiner Lebensweiſe, mit der hoͤhern und beſſern Klaſſe der Frauen nie traulichen Umgang gehabt, und eigte ſich daher einfaͤltig und bloͤde, wenn er eine Frau von Stande anreden mußte.

Endlich faßte er doch Herz, die ſchoͤne Jaͤgerinn zu begruͤßen, und die Hoffnung aus⸗ zuſprechen, daß die Jagd ihre Erwartung be⸗ friedigt haben werde. Sie antwortete ſehr hoͤflich und ſittſam, und ſprach ein paar Wor⸗ te des Dankes zu dem Tapfern, der mit ſo gluͤcklicher Gewandtheit der Jagd ein Ende gemacht habe, als Hunde und Jaͤger in Ver⸗ legenheit geweſen.