Teil eines Werkes 
1. Theil (1820)
Entstehung
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Die Toͤne ſchwiegen und Aſhton trat in Lueiens Zimmer.

Die Worte ihres Geſanges ſchienen ganz die Sinnesart des Fraͤuleins auszuſprechen. Ihre ſehr ſchoͤnen, aber noch etwas kindlichen, Zuͤge verkuͤndeten Gemuͤthsruhe, Heiterkeit und Gleichgiltigkeit gegen den Flitter weltlicher Freuden. Ihre goldnen Locken theilten ſich auf der weißen Stirne, wie ein gebrochener, matter Sonnenſtrahl auf einem Schneehuͤgel. Der Ausdruck ihres Geſichts war im hoͤchſten Grade milde, ſanft, ſchuͤchtern und weiblich; ſie ſchien ſelbſt vor dem zufaͤlligſten Blicke ei⸗ nes Fremden eher zuruͤck zu beben, als um ſeine Bewunderung zu werben. Das Madonnenhafte in ihrem Weſen war vielleicht die Folge ihres zarten Baues und ihres Aufenthaltes in ei⸗ nem Hauſe, deſſen uͤbrige Genoſſen ſich durch ein heftigeres, thaͤtigeres und kraͤftigeres Ge⸗ muth auszeichneten.

Dieſe ruhige Stimmung war aber keines⸗ weges in Gleichgiltigkeit vder Gefuͤhlloſigkeit

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