Teil eines Werkes 
1. Theil (1820)
Entstehung
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gen ſah. Ein Verwandter bemerkte, daß der junge Mann todtenblaß wurde, als nach ge⸗ hoͤrig vollzogenen Kirchengebraͤuchen der erſte Kidtragende die Pflicht zu erfuͤllen hatte, die Leiche in das Todtengewoͤlbe zu ſenken, wo modernde Saͤrge ihren zerriſſenen Sammet

und verblichenen Silberſchmuck zeigten. Er trat zu dem bewegten Juͤnglinge und byt ſei⸗ nen Beiſtand an, den Edgar mit einer ſtum⸗ men Gebehrde verwarf. Mit ſtandhaftem Mu⸗ the, ohne eine Thraͤne, erfuͤllte der Sohn die letzte Pflicht. Der Stein ward auf das Grab gelegt, die Thuͤre der Gruft verſchloſſen, und Edgar nahm den ſchweren Schluͤſſel. Als das Leichengefolge die Kapelle verlaſ⸗

ſen wollte, blieb der Juͤngling auf den Stu⸗ fen ſtehen, die zu dem gothiſchen Chore fuͤhrten. Ihr Herren und Freunde, ſprach er: Ihr habet heute keine geringe Pflicht erfuͤllt gegen die Leiche eures verſtorbenen Verwand⸗ ten. Die Leichengebraͤuche, die man in an⸗

dern Laͤndern ſelbſt dem geringſten Chriſten als