Teil eines Werkes 
5., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 13.-15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Ein Abſchiedswort.

Theure Freunde

Die Zeit hat den Gebrauch eines Abſchiedswortes ge⸗ heiligt und ich verzichte nicht gern auf dieſes Vorrecht. In der Erzählung, die ich gerade beendigt habe, beſtrebte ich mich, dabei ſo wenig als möglich zur Erdichtung meine Zuflucht zu nehmen, einige Licht⸗ und Schattenſeiten jener wundervollſten und ereignißreichſten Periode der neuen Ge⸗ ſchichte zu ſchildern des Reiches Napoleons. Der Cha⸗ rakter, den ich zu meinem Helden wählte, war durchaus nicht fingirt, ſo wenig als manche Scenen, die minder deutliche Spuren der Wirklichkeit an ſich tragen. Der Ge⸗ genſtand wurde lange vorher überdacht, ehe ich an die Ausarbeitung ging; wie jedoch das Werk fortſchritt, ward ich an manchen Stellen inne, wie ſchwierig es ſei, meinen Leſern für Perſonen und Ereigniſſe Intereſſe einzuflößen, die der Zeit und dem Schauplatze nach von ihnen entfernt ſind an andern fühlte ich meine eigene Unzulänglichkeit für ein Unternehmen, das Eifer allein zu vollenden nicht im Stande war. Dieſe Gründe bewogen mich, von dem Plane abzuweichen, den ich mir urſprünglich vorgezeichnet hatte, und machten, da ſich abnehmende Geſundheit zu ihnen geſellte, dasjenige, was des Verfaſſers Theilnahme hätte erregen und ihm Vergnügen ſchaffen können zu einer mühevollen beklemmenden Anſtrengung.

Es iſt dieß das erſte Mal, daß ich aus ſolchen Grün⸗ den meine Leſer um Nachſicht zu bitten habe; auch würde ich jetzt nicht dabei verweilen, wenn ich mich nicht auf dieſe Weiſe allein wegen der vielen Mängel in einer Er⸗

zählung entſchuldigen koͤnnte, die wider meinen Willen

ihre Färbung von meiner eigenen Stimmung in jener Zeit annahm, mehr als von den Begebenheiten, die ich erzählte.