Teil eines Werkes 
5., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 13.-15. Bändchen (1845)
Entstehung
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heit, ſondern für die des Despotismus focht. Napoleons Glorie war das ſchimmernde Licht, das meine wahre An⸗ ſchauung verdunkelte, und meine Verehrung war eine Art Verblendung, gegen welche die Vernunſt nichts vermochte. Wie ſchon erwähnt, beantwortete ich jene Sticheleien hitzig und durch augenblickliche Aufregung hingeriſſen, ſagte ich ihnen, daß ſie es ſeien, nicht ich, die des Kaiſers unbe⸗ ſcholtenen Ruf ſchmälern wollten.

Die Züge, die Sie ihm zuſchreiben wollen, ſagte ich, ſind nicht die der Stärke, ſondern der Schwäche. Hat der Eroberer von Aegypten, von Oeſterreich und nun von Preußen nothwendig, ſich dazu herabzuwürdigen? Wir können keine Beurtheiler ſeiner Politik noch der großen Ereigniſſe ſein, die Europa bewegen. Wir würden über ſeine großartigen Plane in Betreff des Schickſals der Na⸗ tionen höchſt unwiſſend abſprechen; wo es ſich aber blos um hochherzige und ehrenwerthe Geſinnungen, um männ⸗ liche Biederkeit handelt, können wir ganz gut ein Wort mitreden, und ich ſage noch einmal, das war nicht ſein Werk.

Ein höhniſches Lächeln war die einzige Erwiederung auf dieſe Worte; von den Oſfizieren entfernte ſich einer nach dem andern, und ließen mich nun allein das Ge⸗ ſpräch überdenken, welches mich, wie ich erkannte, zu un⸗ vorſichtiger Wärme hingeriſſen hatte.

Dieß geſchah Anfangs November, und da meine Ka⸗ meraden auf keine Weiſe die Sache weiter erwähnten, hatte ich ſie bald vergeſſen. Mein Dienſt beſchäftigte mich von Morgen bis Abend; denn General d'Auvergne, der um die Perſon des Kaiſers war, hatte mich für dieſe Zeit dem Departement der General⸗Adjutantur des Heeres zugewieſen, wo meine Kenntniß der deutſchen Sprache ſehr nützlich ge⸗ funden wurde. 4

Am 17. dieſes Monats ward ein Tagsbefehl erlaſſen, welcher die Namen der zu befördernden Offiziere, ſowie auch derjenigen, die das Kreuz der Ehrenlegion bekommen