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die Elite des franzoͤſiſchen Heeres. Sie zogen langſam heran, kein Laut wurde gehört, außer dem dumpfen Nach⸗ hall der Erde, die unter den Kolonnen erzitterte, wenn ein heiſeres„Halt“ von Glied zu Glied gerufen ward, ſo oft die Nachkommenden vorwärts drängten,— aber als ſie das Brandenburger Thor erreichten, brachen alle Regiments⸗ muſiken los und der weite Platz wiederhallte von kriegeri⸗ ſchen Tönen.
Vor dem Palaſte ſtand der Kaiſer, von ſeinem Stab umringt, welcher ſich nach und nach durch die Brigade⸗ generale vermehrte, deren Corps vorbeizogen. Eine ein⸗ fache Erwiederung des militäriſchen Grußes war Alles, was Napoleon den vorbeimarſchirenden Bataillons zu Theil werden ließ, bis die kleine Abtheilung der kaiſerlichen Garde mit den eroberten Fahnen erſchien; da heiterten ſich ſeine ſtolzen Züge auf— ſeine Augen ſtrahlten und funkelten, er lüftete den Hut gerade über ſeinem Kopf und blieb, ſo lange ſie vorbeizogen, unbedeckt. In dieſem Augenblick konnte die Begeiſterung nicht länger zurückgehalten werden und der Ruf:„Es lebe der Kaiſer!“ tönte fort und fort in kuſerdſnchemn Echo durch die fernſten Vorſtädte von Berlin.
Dieſe glorreichen, glänzenden, in Schlachten gebräun⸗ ten Haufen zu ſehen, deren ſtolze Geſichter im Bewußtſein des Sieges erſtrahlten, war wirklich ein Triumph; man wendete ſich unwillkuhrlich, um die Mienen des Erſtaunens und der Bewunderung zu betrachten, die ein ſolcher Anblick erregen mußte. Doch mit welch trübem Gefühle mußte man ſich ſagen: dieß iſt die ſtolze Erhebung des Siegers über den Beſiegten— hier ſind keine glücklichen Geſichter und freudige Blicke, um diejenigen, welche ſie von der Sklaverei erlöſt, zu bewillkommnen— hier ertönen keine Stimmen zur Begrüßung des Befreiers. Nein: hier war ein gedrücktes, niedergetretenes Volk— ſeine ſchwer errun⸗ genen Lorbeern beſleckt und entehrt— ſein Vaterland in
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