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von Aufſätzen zur Verſpottung einer Armee, deren Tapfer⸗ keit er nie hätte bezweifeln ſollen. Sogar die kühnen Führer ſelbſt, alte vernarbte Krieger, wurden verächtlich als blinde bethörte Schwärmer dargeſtellt, die weder Gnade noch Achtung verdienten. So hätte er nicht vom hoch⸗ herzigen Prinzen Louis, vom heldenmüthigen Herzog von Braunſchweig ſprechen ſollen. Sie fochten für eine gerechte Sache und ſtarben den Tod tapferer Krieger.„Ich will ihren Adel dazu bringen, ſein Brod auf der Straße zu betteln,“ war das ſchreckliche Wort, welches er in Weimar ausſprach und dies wurde nie vergeſſen.
Das Benehmen und die Haltung des Kaiſers wurde um ſo beleidigender durch den Gegenſatz, in welchem ſie zu dem Verfahren ſeiner Marſchälle und Generale ſtanden, von denen viele in ihren Berichten unbedingt die Aufopfe⸗ rung und Vaterlandsliebe ihrer beſiegten Feinde anerkann⸗ ten. Murat verlor keine Gelegenheit, dieſes Gefühl an den Tag zu legen, und ſchickte acht Oberſten von ſeiner eigenen Diviſion, um das Leichentuch zu tragen bei der Beerdigung General Schmettau's, welcher mit allen Ehren⸗ bezeigungen beſtattet wurde, die dem Kriegsgefährten Frie⸗ drichs des Großen zukamen.
Soult, Bernadotte, Augereau, Ney und Davouſt ver⸗ folgten mit ihren verſchiedenen Corps die geſchlagenen Truppen mit unermüdetem Eifer. Umſonſt wendete ſich
der König von Preußen in einem demüthigen Schreiben an Napoleon und bat um Wafefenſtillſtand. Er würdigte ihn kaum einer Antwort und befahl dem Vortrab, nach Berlin zu marſchiren. Ein Jahr vorher hatte er ſeine kaiſerlichen Dekrete aus dem Palaſte der Cäſaren erlaſſen— nun brannte er vor Begierde, ſeine Bülletins aus dem Palaſte des großen Friedrichs zu datiren: und am zehnten Tage nach der Schlacht bei Jena bivouakirten die Truppen von Lannes Divifion in der Ebene um Potsdam. 3
Am vorhergehenden Tage hatte ich mich meiner


