Teil eines Werkes 
4., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 10.-12. Bändchen (1845)
Entstehung
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Schauplatz an, es war als ob der traurige Anblick uns entnervt hätte, als von der Bergſeite her dumpfer Trom⸗ melwirbel alle Horcher aufſchreckte.

Die Preußen! die Preußen! ſchrieen drei bis vier Stimmen zuſammen..

Nein, nein, rief Frangois,ich war zu lange Tam⸗ bour, um dieſen Schlag nicht zu kennen. Das ſind die Unſern. 8 Die Trommeln rollten voller und lauter, und bald zeigte ſich die Spitze einer Colonne auf der Höhe der Straße. Die Sonne beſchien ihre bunten Uniformen und glänzenden Waffen, der hohe, prächtig gekleideteTambour⸗ Major ſchritt ſtolz voraus.

Richt euch, Leute und zur Fronte, ſagte der Major der Voltigeure, der wohl wußte, daß ſein Platz vorne war und mit Stolz fühlte, er habe ihn rühmlich ge⸗ wonnen.

Als die Kolonne den Weg herauf kam, liefen die auf allen Seiten im Felde zerſtreuten Voltigeure vor; nichts hinderte mehr ihren Lauf, kein Feind ward ſichtbar und wir erſtiegen die Höhe, ohne daß ein Schuß fiel.

Als ich einen Augenblick ſtille ſtand, um Athem zu ſchöpfen, konnte ich nicht unterlaſſen, mich umzuwenden und das Thal zu betrachten, welches mit Bewaffneten an⸗ gefüllt, einen prächtigen Anblick gewährte. In langen An⸗ griffskolonnen zamen ſie heran und die Artillerie füllte die Zwiſchenräume aus. Glänzendes Sonnenlicht ſchien dar⸗ über und ich konnte deutlich die verſchiedenen Brigaden unterſcheiden, deren Farben mir bekannt waren. Meine Augen irrten über das Feld, um Cavallerie zu ſuchen, die Waffe, welche ich vor allen andern liebte, denn mehr als alle übrigen rief ſie den ritterlichen Geiſt vergangener Zeiten wieder in's Leben und erfüllte den Reiter mit dem Heldenmuth der alten Kämpen. Doch keine war zu ſehen. Die Beſchaffenheit des Bodens würde ihre Bewegungen