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die Kanoniere luden. Sie wichen zurück und ſchnell rückte Infanterie vor.
Der Nebel verbarg zum Glück unſere geringe Anzahl, ſonſt hätten uns die Preußen ſogleich zermalmt. Es trat eine augenblickliche Pauſe ein, dann wurde von beiden Seiten gefeuert, eine unregelmäßige Salve losgebrannt und die Musketen zum Stürmen geſenkt. Was jetzt aus unſerem kleinen Haufen hätte werden müſſen, konnte nicht bezweifelt werden, als ploͤtzlich durch den blauen Pulver⸗ dampf Bajonete ſchimmerten und das laute Vivat unſerer
Kameraden durch die Luft erſcholl. So ſchnell war ihr An⸗
lauf und ſo gedrängt kamen ſie heran, als ob ſie aus der Erde heraufgeſtiegen wären. Mit dem Rufe„Vorwärts“ drangen wir vor; der Feind zog ſich hinter den Schutz⸗ wall des Weges zurück, wo er ein lebhaftes Feuer gegen die Kanone unterhielt, die wir uns nun alle Mühe gaben gegen die Mauern des Pachthofes zu richten. 3 Der Nebel verzog ſich jetzt, und nun waren wir dem ſcharfen Feuer ausgeſetzt, das nicht nur längs des Weges, ſondern aus allen Fenſtern und jeder Mauerritze des Pacht⸗ hauſes auf uns unterhalten wurde; es fielen viele unſerer Leute— einige ſchwer verwundet, denn auch für die Wei⸗ teſten betrug die Entfernung kaum halbe Schußweite. „Das Bajonnet, Leute, das Bajonnet; laßt die Ka⸗ none und ſäubert den Weg von jenen Burſchen,“ ſagte der Major, ſprang über die Umzäunung und führte ſelbſt an. Wir zählten jetzt vier ganze Compagnien, ſo daß unſer Angriff den Feind ſogleich wegtrieb, welcher ſich unter be⸗ ſtändigem Feuern in den Hof des Pachthauſes zurückzog. „Bringt die Kanone herauf Jungens, wir wollen bald eine Breſche haben! befahl der Major, aber unglücklicher Weiſe hatte die Partie, welche die Kanone beſchützen ſollte, aus Aerger zurückbleiben zu müſſen, als ihre Kameraden vordrangen, das Geſchütz von der Laffette geworfen und den Berg hinunter gerollt. Ein„sacré“ über ihre Dummheit brummend, befahl


