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jeder Vorbereitung zu Kavallerie⸗Kämpfen, die peinliche Er⸗ wartung, welche Minuten zu Jahren ausdehnte, die unbe⸗ deutende Zahl der Abtheilung, ſo unähnlich den dicht ge⸗ drängten Schwadronen, an die ich gewöhnt war, doch mehr als alles der Mangel eines Pferdes, dieſer anregendſten Ermunterung zu Kriegsmuth und Kühnheit, entkräftete mich; und wenn mein Herz befragt worden wäre, ich fürchte, es würde den Geſang der Voltigeurs nicht be⸗ ſtätiget haben, die ihrer Waffe ſo überlegene Eigenſchaf⸗ ten üͤber das ganze Heer zutheilten. Tauſend und abertauſend Mal wünſchte ich an der Spitze einer Reiterſchaar den engen Pfad hinauf den An⸗ griff auf dieſe Kanonen zu thun; ja ſollten die Kartätſchen 1 auch den Boden fegen, das ſtürmiſche Vorwärtsſprengen
eines Reiters läßt zur Furcht keine Zeit. Aber dieſes kalt⸗ blütige, verſtohlene Heranſchleichen, dieſes ermüdende Lauern konnte ich nicht ertragen.
„Seht, ſeht“ flüſterte der Corporal und zeigte mit dem Finger nach der Baumgruppe zur Linken des Weges,
„wie vortrefflich gemacht; dort geht noch Einer.“
Während er ſprach, gewahrte ich einen dunkeln Schat⸗ ten ſich dicht dem Boden nach bewegen und dann im Ge⸗ büſch verbergen, in welchem nun etwa zwanzig Mann verſteckt ſein konnten; zugleich hörten wir dumpfes Rollen wie fernen Donner, dann lauter, aber minder tief tönend das Krachen des Musketenfeuers. Anfangs folgten die Salven in längern Zwiſchenräumen, dann ſchneller und ſchneller, bis das Feuer allmählig weniger regelmäßig wurde; nach einer kurzen Pauſe ſchwoll es wieder mächtig an und ließ dann abermals nach.
„Horch!“ ſagte der Corporal,„hören Sie nicht jauch⸗ zen? Jetzt wieder; die Plänkler weichen zurück, das Feuer iſt ihnen zu heftig.“ 3
„Welches, der Preußen? „Natürlich der Preußen. Horch! das war eine Salve, das iſt kein Tirailleurfeuer, die Kolonnen rücken anz


