Teil eines Werkes 
4., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 10.-12. Bändchen (1845)
Entstehung
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Die Ausführung all dieſer Bewegungen überraſchte mich ſehr. Offiziere und Soldaten waren anſcheinend in völliger Verwirrung durcheinander gemiſcht und nahten ſich nicht in regelmäßiger Ordnung oder nahmen eine be⸗ ſtimmte Stellung an gleich disciplinirten Truppen, ſondern ſie kamen zu zweien oder dreien kriechend und gebückt, und verbargen ſich plötzlich bei jeder günſtigen Stelle, die ſich ihnen darbot. Ihre geräuſchloſen vorſichtigen Bewegungen mahnten mich an Alles, was ich ſchon von der Kriegfüh⸗ rung der Indianer geleſen hatte, und in ihren eifrigen Ge⸗ ſichtern und durchbohrenden Blicken glaubte ich den erſten Stempel der Rothhäute wahrnehmen zu können. Die Be⸗ fehle wurden durch Zeichen gegeben und ſo ſchnell von einer Abtheilung zur andern weiter befördert, daß die ver⸗ ſchiedenen Haufen ſich wie auf einen Schlag zu bewegen ſchienen, obgleich der leitende Offizier eine ganze Meile

von uns entfernt war.

3Wiſſen Sie mit Feuergewehr umzugehen, Kamerad? ſagte der Major, indem er mir eine kurze Voltigeur⸗ Muskete in die Hand gab.Hängen Sie dieſelbe auf den Rücken Sie werden Sie dort oben wohl brauchen kön⸗ nen. Ich muß Sie jetzt verlaſſen: halten Sie ſich zu dieſer Abtheilung. Doch was iſt das? dieſen Tſchako müſſen Sie nicht tragen Sie würden mit dieſem ſchwarzen Pelzthurme anf dem Kopfe bald weggeblitzt werden. Cor⸗ poral, habt ihr keine vorräthige Fouragirmütze in eurem Torniſter? Ah! das ſchickt ſich beſſer fr einen Tirailleur und ſteht Ihnen verdammt gut an. Der letzte Umſtand kam mir nicht ſehr glaublich vor, ich war indeſſen doch dankbar für die Ausſtattung mit Muskete und Kappe, welche mich denen, die mich umgaben, gleich machte.

Kaum hatte der Major uns verlaſſen, als der Cor⸗ poral dicht zu meiner Seite herankroch und mit dem Ge⸗ miſch von Achtung und Vertraulichkeit, welches der fran⸗ zöſiſche Unteroffizier ſo leicht annimmt, zu mir ſagte:Sie