Teil eines Werkes 
4., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 10.-12. Bändchen (1845)
Entstehung
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rückprallen ließ und ſo ergöͤtzte ich mich denn auch eine gute Weile an dieſen grotesken Frescobildern; ein willkom⸗ menerer Anblick erwartete mich jedoch in einem kleinen Ge⸗ mache auf der oberſten Hausflur, wo ich in großen Buch⸗ ſtaben mit Kreide auf der Thüre geſchrieben las,Quar⸗ tier des Rittmeiſters von Ochſenhauſen hier fand ich zu meinem lebhafteſten Entzücken ein nett eingerichtetes Zimmer, mit einem Bett, Sopha und was noch beſſer war, einem Tiſche, auf welchem noch die Ueberbleibſel der Abendmahlzeit des Rittmeiſters ſtanden: ein ſchönes Stück Schinken, die größere Hälfte eines Kapauns, ein Laib Weizenbrod und ein irdener Krug mit meſſingenem Deckel, der ungefähr zwei Flaſchen öſterreichiſchen rothen Weines enthielt. Dieß war für mich eine ſehr freudige Ueberra⸗ ſchung ein angenehmer Tauſch für die magere Koſt von Brod und Käſe, die ich beim Aufbrechen gerade noch Zeit gehabt hatte mir von einem Sergeanten meiner Schwa⸗ dron zu verſchaffen. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß ich mich nicht lange beſann, des Rittmeiſters Nachfolger zu werden ich rückte alſo den Stuhl an den Tiſch und den Tiſch näher ans Feuer, denn ſonderbar genug glommen noch einige Holzſtücke im Kamin. Nachdem ich den erſten Ungeſtüm einer Eßluſt geſtillt, welche die kalte Luft auf das Hochſte geſteigert hatte, begann ich mein Quartier in Augenſchein zu nehmen zuerſt warf ich jedoch noch einige Klötze ins Feuer.

Das Zimmer war ein Achteck mit fünf Fenſtern an den entſprechenden Wänden ein Kamin und zwei Thü⸗ ren nahmen die drei andern ein. Eine derſelben, diejenige, durch welche ich eingetreten war, ging auf die Treppe, die andere führte auf einen Kornboden oder etwas der Art ſo wenigſtens ſchloß ich aus einem Haufen Säcke, die auf dem Boden umher lagen und eine Ecke ganz ausfüllten. Da ich kein Getreide fand, ſo beſchloß ich mit meinem Pferd das Brod zu theilen, an welches Mahl jedes Sol⸗ datenpferd ganz gut gewöhnt iſt; darauf kehrte ich in mein