Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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Verleſen Sie die Anklage⸗Akie, ſagie der Prä⸗

ſident mit tiefer, feierlicher Stimme. as dn Namen der Einen und untheilbaren Re⸗ publik

Herr Präfident, unterbrach der General⸗Pro⸗ kurator,ich möchte bemerken, daß, da in die erße Anklage⸗Akte mehrere von den Gefangenen nicht mit eingeſchloſſen ſind, dieſe während des Vorleſens der Akte nicht hier bleiben ſollltten.

Jetzt fand zwiſchen den Richtern eine Unterrevung von einigen Minuten ſtatt, während der im Saale ununterbrochene Stille herrſchte. Ich wendete gerne meinen Blick von den gaffenden Geſichtern der Zu⸗ ſchauer hinweg auf die Bank, wo meine Mitgefange⸗ nen ſaßen; und ſo verſchieden ſie auch in Bezug auf Alter, Rang und Beſchäftigung waren, ſo ſchien doch nur Ein Gefühl ſie zu beherrſchen, ein kecker, ent⸗ ſchloſſener Geiſt, jeder Gefahr zu trotzen, ohne ſcheu zurückzutreten.

Welche von den Gefangenen ſind in die erſte Alte nicht eingeſchloſſen? fragte Thuriot. 2 4

Charles Auguſte Rebarde, genannt der Schwarze, Guilaume Lebarte, und Thomas Burke, Unterlieutenant im achten Huſaren⸗Regiment.

Man führe ſie ab, ſagte der Präſident.

Ein ſchwaches Geräuſch entſtand unten im Saale, als die Gendarmen vortraten, um uns einen Weg zu bahnen; und für einen Augenblick konnte ich bemerken, daß die Aufmerkſamkeit der Verſammlung auf uns ge⸗ richtet war. Wir ſtiegen hinter einander von dem erhöhten Platze und gingen mit einem Gendarmen auf jeder Seite hinaus, als plötzlich Cadoudal mit tiefer, weicher Stimme rief: 1

Adieu, meine Freunde, adieu! Wenn wir nicht

beſſer behandelt werden, als unſer Fürſt, ſo werden

wir euch niemals wiederſehen.

Still, mein Herr! rief der Präſident in ſiren⸗