Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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neben ihm kniete ſein treuer Freund George, ſuchte

ſeine Weſte zu öffnen und ihm Luft zu machen.Schnell etwas Waſſer her! rief der harte Bretone mit einer Stimme, die wenig Ehrfurcht vor dem Orte zeigte, wo er ſtand.Euer albernes Ceremoniell hat den armen Jungen um ſeine Sinne gebracht.

Achtung vor dem Gerichte, mein Herr, oder ich laſſe Sie feſtnehmen, ſagte der Präfident in aufge⸗ brachtem Tone.

Ein verächtlicher Blick und ein noch verächtlicheres Achſelzucken war die Antwort.

Entfernt den Gefangenen, ſagte der Präfident,

auf den ohnmächtigen Jüngling deutend,und gebietet

Stillſchweigen im Saale.

Die Gerichtsdiener brachten den todtenähnlichen Jüngling die Treppe hinab in ein nahe gelegenes Zimmer.

Dieſer kleine Zufall, ſo unbedeutend und vorüber⸗ gehend er auch war, ſchien das Publikum tief zu er⸗ greifen, und es dauerte einige Zeit, bevor wieder

gänzliche Ruhe hergeſtellt werden konnte.

So geht es im Tempel her, ſagte George laut,

indem er ſeinem Freunde nachſchaute.

Still, mein Herr! rief einer von den Richtern, Herr Thuriot, ein barſcher, ſtreng ausſehender Mann, deſſen Haß gegen die Gefangenen viel Stoff zur Un⸗ terhaltung im Gefängniß gegeben hatte.

Ach ſind Sie es, Tue-Roi, rief George, mit

ſeinem Namen ſpielend, denn Thuriot war Einer der

Königsmörder geweſen.Sie da ich dächte, mar hätte Sie ſchon lange hier ausfindig machen ollen. 3

Ein lautes, nicht zu unterdrückendes Gelächter er⸗

ſcholl durch den dicht gefüllten Saal, und die Ordnung

konnte nicht eher wieder hergeſtellt werden, als bis fünf oder ſechs Perſonen von den Gendarmen mit Ge⸗ walt entfernt waren.