Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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53 zurücktrieben, erſcholl Triumphgeſchrei und Sieges⸗ Jubel.

Schon hatte der Kampf nahe an eine Stunde gedauert, und Alles, was wir gewannen, war eine leichte Breſche in einem der Außenwerke, zu klein, um zum Sturm zu dienen— ſo ſtanden die Dinge, als das Gedröhne einer Kavallerie⸗Eskorte jedes Auge nach dem Eingang des Hofes lenkte, wo wir jetzt eine Schwadron der lanciers rouges hinter einem zahlreichen und glänzenden Stab von General⸗Offi⸗ zieren erblickten. Kaum waren ſie unter den Thoren, als ein lautes Geſchrei die Lüfte durchdrang, und jede Stimme rief:„c'est lui, c'est lui,“ und im nächſten Augenblick„Vive Buonaparte, vive le pre- mier consul!“

Alles, was ich je vom armen de Meudon gehört hatte, ſtürmte auf meine Seele ein, und mein Herz ſchwoll ſo hoch, daß es meine Bruſt zu berſten ſchien. Im nächſten Augenblick kehrte ſich mein Auge nach dem kleinen Fort. Der Moment war günſtig, denn noch wehte jede Kappe, und jeder Blick war auf ihn gerichtet. Ich ergriff die Gelegenheit, deutete ſchwei⸗ gend auf die Breſche, ſchlich vorwärts; in einer Se⸗ kunde war ich unter dem grafigten Wall, in einer andern erreichte ich die Breſche, in der dritten ſtand ich oben, wo ich mit Siegesgeſchrei meiner Mannſchaft zurief, mir zu folgen; ſie ſtürzten heran, aber zu ſpät, bereits war die Beſatzung an mir, und gegen die un⸗ geheure Uebermacht focht ich allein und ohne Beiſtand; Schritt für Schritt trieben ſie mich an den Rand des Walles, ſchon ſtand ich auf der Breſche, als ich im Sprunge den Flaggenſtock ergriff und mit mir nahm, indem ich über Hals und Kopf in den Graben ſtürzte; in einem Augenblick ſtand ich wieder auf den Beinen, aber ſo verſtaucht und verquetſcht, daß ich faſt ſogleich wieder umfiel; kalter Scweiß trat auf Geſicht und Stirne, und ich wäre in Ohnmacht geſunken, hätten