Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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drang mich: gleich darauf rann ein Guß heißen Blutes meine Seite hinab und ich ſah ober mir den blinkenden Stahl, den er in ſeiner Hand allmählig kürzer faßte, ehe er zu ſtoßen wagte es entfuhr mir ein wilder Schrei da krachte in gleichem Augenblick die Thüre, aus ihren Angeln geriſſen, herein ein ſchwerer Fuß nahte und dann ſchlug ein ſtarker Arm Crofts zu Boden, wo er betäubt und bewußtlos liegen blieb. In einer Sekunde ſtand ich auf meinen Beinen: meine Sinne waren trübe und ſchwindlich, aber doch konnte ich ſehen, daß es Darby war, der mir als Retter er⸗ ſchienen und der jetzt ein Tuch um meine Wunde band, um das Blut zu hemmen.

Nun friſch gewagt auf Tod und Leben, flüſterte er leiſe, aber deutlich;wiſcht Euch das Blut vom Ge⸗ ſicht und ſeid ſo ruhig als möglich, wenn Ihr an der Schildwache vorbeigeht. 4

Iſt er 1 Ich wagte nicht, das Wort aus⸗ zuſprechen, als ich auf den noch regungsloſen Körper vor mir ſah. Darby hob ihm einen Arm in die Höhe und als er denſelben wieder gehen ließ, fiel er ſchwer auf den Boden; er bückte ſich, hielt ſeine Lippen an den Mund und wollte ſich überzeugen, ob er noch athme, ſprang aber bald auf, ergriff meinen Arm und ſagte in einem Tone, den ich nie vergeſſen werdeEs iſt vorbei. 2

Ich wankte zurück; der ſchreckliche Gedanke Mord das fürchterliche Gefühl des ſchwerſten, ſchwärzeſten Verbrechens, das einen Menſchen beſudeln kann betäubte mich, und wie ich den zu meinen Füßen aus⸗ geſtreckten Leichnam betrachtete, hätte ich mir gerne jedes Bein auf der Folter brechen laſſen, nur noch ein Zittern des Lebens an ſeinen ſtarren Gliedern zu ſehen. Inzwiſchen kniete Darby nieder und ſchien etwas neben dem Leichnam zu ſuchen.

Alles recht kommt jetzt, ſagte er,vor Ta⸗