„Ah ich erinnere mich, Sie haben mir davon ſchon erzählt. Und nun, um auf meine traurige Geſchichte zurückzukommen, ſo verſichere ich Ihnen, wie dramatiſch ſie Ihnen auch ſcheinen mag, ich möchte lieber noch einen Akt hinzufügen, bevor ſie zur Welt kommt. Ich gedenke dieſes Land morgen zu verlaſſen.“ 4
„Nein, nein, Sie müſſen jetzt noch nicht daran denken— ei, mein lieber Junge, Sie haben hundert Pfund— denken Sie nur daran; mit zwanzig kom⸗ men Sie nach Paris, auch mit weniger, wenn Sie wollen. Ich bin einmal von Glugdamuck nach Bun⸗ deramud mit einer halben Rupie gereiſt— meine Ele⸗ phanten ſetzte ich auf drei Biskuit den Tag, und er⸗ klärte ihnen auf Hindoſtaniſch, eine höchſt ausdruckvolle Sprache, daß es mit unſern Vorräthen ſchmal aus⸗ fähe, bei unſerer Ankunft aber ſollten alle Rückſtände nachgeliefert werden. Sie ſchwangen zum Zeichen des Beifalls ihre Rüſſel in die Höhe, und wir gingen wei⸗ ter. Gut, als wir nach Helgie kamen, war kein Waſſer da——
„Sehr wahr,“ unterbrach ich, halb in Verzweiflung über den Anekdotenſtrom in den ich gerathen war; „aber Sie vergeſſen, ich habe weder Elephanten noch Kameele, noch Chokodars— ich bin ein bloßer Aben⸗ teurer, ohne Freund auf der Welt, außer Ihnen.“
„Warum wollen Sie nicht in unſer Regiment treten?“ rief der immer⸗fertige Kapitän.„In wenigen Wochen werden wir in einen andern Welttheil ver⸗ ſetzt— Sie brauchen nur als Freiwilliger einzutreten; Geld um Ihren Kittel zu kaufen, haben Sie genug. Wenn Sie einmal hübſch eingereiht find, ſo brauchen Sie nur
an Ihren Bruder zu ſchreiben; überdieß findet ſich im⸗
mer etwas: das iſt meine Philoſophie. Ich wünſche mir
ſelten etwas, ohne daß ich auf die eine oder andere
Art Gelegenheit fände, es zu bekommen.“ 3 „Nein,“ ſagte ich entſchloſſen,„ich werde nie in


