Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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kein Ende nehmen wollten, bis zuletzt die immer nied⸗ riger werdende Decke verkündete, daß wir nahe am Schieferdache waren. Eine halbe Vertheidigungsrede für das Lokal haltend, führte er mich in eine lange, niedrige Dachſtube, wo ein Schlafſeſſel von den nied⸗ rigſten Anſprüchen und ein einziger Binſenſtuhl mit einem Becken darauf, die einzigen Meubles waren. Etwas, das wie der Vorhang eines wandernden Thea⸗ ters ausſah, verbarg die andere Seite; aber dieß konnte ich bei dem düſteren Scheine eines dünnen Lichtes nur undeutlich erkennen; und bei meiner Mü⸗ digkeit hatte ich wenig Neigung, weitere Nachforſchun⸗ gen anzuſtellen. Mit dem Wunſche einer guten Nacht, und dem Verſprechen, daß ich am nächſten Morgen bei Zeiten gerufen werden ſollte, nahm Baſſet Ab⸗ ſchied, während ich, überwältigt von einem langen, angſt⸗ und ſorgenvollen Tage, mich aufs Bett warf und weit geſunder ſchlief, als ich unter dem Dache Baſſet's für möglich gehalten hätte.

Die Sonne ſtrömte in einer reichen Flut gelben Lichtes durch ein kleines Schrägfenſter und machte luſtige Sprünge auf der Flur, als ich erwachte.Die Vögel ſangen, und das Straßengeſumme, gedämpft durch die Entfernung, drang nicht unlieblich ans Ohr. Ich beſann mich bald, wo ich war. Die Unterhaltung von geſtern Abend lam mir ſogleich ins Gedächtniß zurück, und ſtärkere Hoffnung als je zuvor erfüllte mein Herz. Es war klar, Baſſet konnte auf meine Dienſte nur geringen Werth legen; und wenn ich ihn bewegen konnte, mit mir zu theilen, ſo, dachte ich, würde er nicht lange ſich beſinnen. Ich beſchloß, meine Freiheit um jeden möglichen Preis zu erkaufen. Mein nächſter Plan war, durch einige mit Frankreich in Verkehr ſtehende Perſonen die Mittel zu finden, dieſes Land zu erreichen, wo ich in Militärdienſte zu treten mich ſehnte. Im Beſitz der Papiere meines armen Freundes, Charles de Meudon, wäre mir dieß leicht