aber alle Adjutanten ſeines Stabes waren verwundet und nun mußte ich Lord Urbridge den Befehl überbringen.
Urbridge hatte bereits darauf gewartet und warf ſich mit vier Regimentern ſchwerer Reiterei auf das Centrum der Franzoſen, in deren Flanken und Rucken die preußi⸗ ſche Artillerie donnerte. Das brittiſche Bajonett blinkte in der Front und nun verbreitete ſich ein paniſcher Schreck in allen Reihen: Sauve qui peut! erſcholl es von allen Seiten. Vergebens warf ſich Ney, der Tapferſte der Tapfern, vergebens warfen ſich Soult, Bertrand, Gourgaud, Labedoyere den aufgelösten, desorganiürten Maſſen entgegen und forderten ſie auf ſtille zu ſtehen. Nur ein einziges Bataillon der alten Garde mit Cam⸗ bronne an der Spitze gehorchte dem Befehl; ein Viereck bildend ſtellt es ſich zwiſchen die Verfolger und ihre Beute und weihte ſich zum Opfer für die befleckte Ehre ihrer Waffen. Die Aufforderung ſich zu ergeben, beant⸗ worteten dieſe Helden mit trotzigem Hohngeſchrei, und als unſere Reiterei, erhitzt und angeſpornt durch den Sieg, ihre ſtarrenden Linien umſchwärmte, ließ nicht ein einziger von ihnen eine Spur von Verzagtheit und Entmuthigung blicken. Der Kaiſer ſelbſt ſuchte das Un⸗ glück abzuwenden. Mit Blitzesſchnelle ritt er da und dorthin, befehlend, anordnend, ja ſogar bittend; aber ſchon brach die Nacht ein, die Verwirrung wurde mit jedem Augenblick größer und der Verſuch blieb frucht⸗ los. Ein Garderegiment und zwei Batterien ſtanden hinter Planchenoit in Reſerve. Er formirte ſie ſchnell zum Angriff, aber unaufhaltſam ſtürmten die fliehenden Maſſen ihnen entgegen und nun wurden auch ſie vom Strome des geſchlagenen Heeres mitgeriſſen. Kaum ſah der Kaiſer dieſe ſeine letzte Hoffnung dahinſchwinden, als er vom Pferde ſprang und mit dem Säbel in der Fauſt in ein Viereck trat, welches das erſte Jägerbataillon der alten Garde mit einem Reſt des Regiments gebildet hatte. Jerome ſolgte ihm mit dem Nufe—
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