Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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machtlos. Das entſcheidende Manöver, einen wichtigen Punkt der feindlichen Stellung zu nehmen, den Feind auf die Flanke zu werfen, oder ſein Centrum zu durch⸗ brechen, war hier nicht auszuführen. Op er auch ſeine Lawinen von Kartätſchen ausſchüttete, ob er ſeine zer⸗ malmenden Reiterſchaaren herabſauſen, oder ſeine tapfere Infanterie heranſtürmen ließ, welche den Tod in jeder Geſtalt um ſich verbreitete; immer fanden ſich wieder Leute, welche die Lücken der Gefallenen ausfüllten und ohne Wanken ihr beſtes Herzblut vergoſſen. Wohl mochte der tapfere Feldherr dieſes tapfern Heeres, wenn er die kühnen, grimmigen Angriffe ſeiner unermüdlichen Schaa⸗ ren betrachtete, und dennoch ſehen mußte, wie diejeni⸗ gen, die das ſtolze Banner Großbritaniens trugen, unverdroſſen den Kampf aufrecht erhielten, wohl mochte er da ausrufen:„Die Nacht oder Grouchy:“

Es war jetzt ſieben Uhr, als eine dunkle Maſſe auf den Höhen über dem franzöſiſchen Centrum ſich formirte und in drei gigantiſche Kolonnen theilte, wovon die rechte die Straße von Brüſſel beſetzte. Es waren dies die Reſerven, die aus der alten und jungen Garde beſtanden und ſich auf etwa zwölftauſend Mann beliefen— die Kerntruppen des franzöſiſchen Heeres und vom Kaiſer zu einem großen entſcheidenden Schlage aufbewahrt. Dieſe Veteranen von hundert Schlachten hatten vom Beginn des Kampfes an als müſſige Zuſchauer da ge⸗ ſtanden; jetzt aber war auch ihre Stunde gekommen, und mit dem Geſchrei Vive l'Empereur! welches triumphi⸗ rend den Schlachtendonner übertönte, begannen ſie ihren Marſch. Mittlerweile galoppirten Adjutanten von Linie zu Linie, um Grouchys Ankunft zu verkünden und da⸗ durch den lſinkenden Muth der Mannſchaft neu zu be⸗ leben; denn ſelbſt diejenigen, die noch niemals zuvor, ſelbſt in ſeinen ſchlimmſten Stunden nicht, an den Un⸗ tergang des Sternes, der ſie zum Ruhme geführt, hatten glauben können, begannen jetzt am Siege zu zweifeln.

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