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und durch die Reihen verbreitete ſich der Ruf:„Sollen wir denn niemals vorwärts marſchiren? Laßt uns einmal drauf los!“ Aber noch war das Wort nicht geſprochen, welches den eingezwängten Strom entfeſſeln und unbarmherzige NRache über die jetzt nochtriumphirenden Feinde bringen ſollte.
Es war ſechs Uhr; die Schlacht hatte mit wechſeln⸗ dem Glück drei Stunden gewährt. Obſchon Meiſter von La Haye Sainte, konnten die Franzoſen doch nicht weiter in unſere Stellung vordringen. Sie hatten den Garten von Hougoumont weggenommen, aber das Schloß war noch immer im Beſitz der brittiſchen Garden, obſchon ſein brennendes Dach und das Einſtürzen ſeiner Wände die Behauptung deſſelben mehr zu einem Prüfſtein ver⸗ zweiflungsvoller Tapferkeit machten, als daß dieſe Stel⸗ lung jetzt noch von bedeutendem Nutzen geweſen wäre. Der Rauch, der über dem Felde hing, rollte in lang⸗ ſamen, ſchweren Maſſen auf die franzöſiſchen Linien zu⸗ rück, ſo daß wir allmälig die ganze Armee überſchauen konnten. Wir ſahen bald, daß eine Aenderung in ihrer Stellung ſtattgefunden hatte. Die Truppen, die auf dem linken Flügel weit über Hougoumont hinausgeſtanden, waren jetzt nach dem Centrum hingedrängt. Der An⸗ griff auf das Schloß wurde weniger lebhaft unterſtützt, während der rechte Flügel, der ſich an Planchenoit lehnte, eine ſchräge Richtung gegen die Preußen genommen hatte; kurz, Alles verkündete eine Aenderung der Schlachtord⸗ nung. Jetzt nahte der Augenblick, wo Napoleon endlich einſah, daß nur noch ein unerhörtes Blutvergießen die ehernen Reihen der brittiſchen Infanterie zerſtören konnte; daß, obgleich Hougoumont zum Theil, La Haye Sainte gänzlich erobert, und rechts auf der Straße die Pacht⸗ höfe Papelotte und La Haye von ſeinen Truppen bei⸗ nahe umringt waren, was jede andere Armee als Vor⸗ boten einer Niederlage betrachtet haben würde, daß er, ſage ich, trotz alldem den Sieg noch nicht in ſeinen Hän⸗ den hatte. Die kühnen Kriegsliſten, die ihm ſein ganzes Leben hindurch den Erfolg verſchafft, zeigten ſich hier


