lopp an ihnen vorüber, als plötzlich der Offizier, der die erſte Schwadron commandirte, Halt gebot.
„Nehmt Euch in Acht,“ rief er,„ich höre die In⸗ fanterie vor uns; wir ſtürzen auf unſere eigenen Leute.“
Kaum waren die Worte geſprochen, als ein heller Blitz aufflammte und eine mörderiſche Gewehrſalve über die Schwadron ſich ergoß.
„Die Franzoſen! bei Gott, die Franzoſen!“ rief Hampden;„vorwärts, haut ein!“
Im Nu waren wir mitten unter ihnen; wir durch⸗ brachen ihre Reihen, ſo daß ſie wild auseinander ſtoben, und da in dieſem Augenblick friſche Schwadronen an⸗ langten, ſo wurde die Abtheilung bis auf den letzten Mann niedergehauen. Hierauf ſetzten die Franzoſen ſchweigend ihren Marſch fort, und ſelbſt wenn wir in Maſſe auf ihre Vierecke eindrangen, ſo hielten ſie weder an, noch feuerten fie einen Schuß ab. Bei Barba del Puerco wurde indeß der Boden für die Reiterei zu uneben; daher nahm das 36te unſern Platz ein und verfolgte den Feind heftig. Mehrere Franzoſen wurden getödtet und über dreihundert gefangen. Da aber unſere Leute zu hitzig nachſetzten, ſo ſtießen ſie auf eine Abtheilung von Maſſenas Heer, welche Brenniers Rückzug decken ſollte, und die Folge war, daß ſie mehr als dreißig Mann an Todten oder Verwundeten verloren.
Auf dieſe Art waren die großen Anſtrengungen der drei vorhergehenden Tage fruchtlos und unnütz geworden. Um dieſe Belagerung zu behaupten, hatte Wellington mit einer weit kleineren Armee und einer keineswegs ſtarken Stellung die Schlacht gewagt, und nun wurden durch die Ungeſchicklichkeit der Einen oder Nachlaͤßigkelt der Andern alle ſeine Berechnungen durchkreuzt, der franzöſiſche General aber in den Stand geſetzt beinahe unbeläſtigt und unbeſchädigt mitten durch das Belage⸗ rungsheer zu marſchiren.
Wellington war, wie man ſich leicht denken kann, im höchſten Grade erbittert; der Preis, um welchen er
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