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ton lenkte jetzt ſeine ganze Aufmerkſamkeit der Feſtung Almeida zu, die in Folge des Rückzuges Maſſenas ihrem Schickſal überlaſſen worden war.
Am Morgen des 10. begleitete ich General Craw⸗ ford bei einer Recognoscirung der Feſtung, welche, den neueſten Nachrichten zufolge, ſich unmöglich länger hal⸗ ten konnte. Das Feuer der feindlichen Artillerie wurde inzwiſchen fortwährend ſcharf unterhalten, und bei Ein⸗ bruch der Nacht ſahen ſich einige Schwadronen des 14ten, die in der Nähe lagen, außer Stands, ihre Wachtfe uer anzuzünden, weil ſie ſich vollſtändig im Bereich der Feſtungskanonen befanden. Mit zunehmender Dunkel⸗ heit wurde auch die Kanonade heftiger, und die leuch⸗ tenden Blitze und der dumpfe Donner der Artillerie von den Wäaͤllen herab ſchienen nicht mehr aufhören zu wollen. Hundert Vermuthungen wurden hierüber auf⸗ geſtellt; einige behaupteten, das, war wir hörten, ſeyen blos Signalſchüſſe für Maſſena, andere meinten, Bren⸗ nier wolle die Feſtung zerſtören, bevor er ſie den Ver⸗ bündeten räume
Kurz nach Mitternacht war ich, erſchöpft von den Strapazen des Tags, unter einem Baume eingeſchlafen, als plötzlich eine Exploſton, die alle andern an Heftig⸗ keit übertraf, mich aufweckte. Ich blickte auf und ſah, wie der ganze Himmel durch einen hellen Schein er⸗ leuchtet war, während das krachende Getöſe fallender Steine und zertrümmerter Mauern mich überzeugte, daß eine Mine geſprengt worden ſey. Gleich darauf war Alles wieder ruhig, ſtill und bewegungslos; ein dichter ſchwar⸗ zer Rauch erhöhte noch die Finſterniß der Nacht und verhüllte alle Sterne; auch begann es ſtark zu regnen.
Dieſe Stille, die zehnmal beängſtigender war als das vorhergegangene Getöſe, laſtete ſchwer auf meinem Gemüthe, und die Ahnung einer unbekannten Gefahr überſchlich mich: gleichwohl war die Erſchöpfung grö⸗ ßer als meine Furcht und ich verſank von Neuem in Schlummer.


