Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſſten, als zu ſchriftlichen Arbeiten oder zur Ueberbrin⸗ gung von Oepeſchen verwenden; auch war ich überzeugt, daß er mich, wenn etwas von Wichtigkeit in Ausſicht ſtehe, jedesmal zu meinem Regiment entlaſſen würde.

Nachdem ich alſo ſchnell ein Frühſtück eingenommen, ſtieg ich zu Pferde und galoppirte nach Villa Formoſa, wo ſich das Quartier des Generals befand, um ihm für meine Beförderung zu danken und die nöthigen Schritte zur Uebernahme meiner neuen Funktionen zu thun.

Obgleich die Sonne ſchon zwei volle Stunden auf⸗ gegangen war, ſo traten mir doch allenthalben deutliche Spuren von großer Ermattung entgegen. Die Caval⸗ lerie lag, Roß und Mann, auf dem Raſen ausgeſtreckt, in tiefem Schlafe; die Schildwachen, müde und erſchöpft, ſehnten ſich ſchmerzlich nach Ablöſung. Die Unordnung und Verwirrung ringsumher verkündete, daß die Discip⸗ lin aus Mitgefühl für die kühnen Anſtrengungen des vorhergehenden Tages in ihrer Strenge etwas nachgelaſ⸗ ſen hatte. Den einzigen Contraſt gegen dieſe allgemeine Erſchöpfung und Erſchlaffung bildete ein Corps Sap⸗ peurs, die auf den Anhöhen über dem Dorfe eifrig be⸗ ſchäftigt waren. So früh es war, ſo ſchienen ſie doch ſchon mehrere Stunden gearbeitet zu haben wenig⸗ ſtens konnte man das aus ihren Arbeiten erſehen; denn bereits war ein Wall von beträchtlicher Höhe aufgewor⸗ fen, Palliſaden eingepflanzt und ſchon ein gutes Stück von einer Bruſtwehr vollendet. Der Offizier des Trupps ritt, in einen weiten Mantel eingehüllt, auf einem ra⸗ ſchen Klepper auf und ab und ſchien mir, ſo weit ich aus der Entfernung beurtheilen konnte, etwas hitzigen Temperaments zu ſein. Wenigſtens konnte ich nicht um⸗ hin zu bemerken, wie bei ſeiner Annäherung die ver⸗ ſchiedenen Subalternen jedesmal verdoppelten Eifer an den Tag legten, und auch die Gemeinen weit größere Thä⸗

tigkeit entwickelten, als wenn er ſie nicht im Geſicht

hatte. Ich blieb einige Minuten ſtehen, um ihn zu