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Seltſamſte von Allem war, er trug über Tiſch fortwäh⸗ rend ſchöne weiße Glagéhandſchuhe; wenn das Tiſch⸗ tuch weggenommen wurde, zog er ſie mit vornehmer Miene aus und warf ſie in die Mitte deſſelben, dann aber nahm er nachläſſig ein paar andere, die ihm ſein Bedienter auf einem ſilbernen Teller präſentirte, und bediente ſich ihrer beim Deſſert. M'Nab, obſchon ein Burſche von altem Schnitt, liebte es immer, etwas Neues nach Hauſe zu bringen, merkte ſich daher das Be⸗ nehmen des Engländers mit großer Sorgfalt und erſchien am andern Tag mit ungeheuern, hochländiſchen Fauſt⸗ handſchuhen, die er zum Erſtaunen Aller und zum Er⸗ götzen der Meiſten über ſämmtliche drei Gänge anbehielt, als dann der Engländer ſeine Handſchuhe wechſelte, nahm M'Nab gleichfalls ein Paar von Ziegenhaaren, vier⸗ mal größer als das erſte, hervor zog es mit wunder⸗ barer Gravität an und warf die andern mitten auf das Tiſchtuch.
„Sie ſehen, Herr Kapitän,“ bemerkte er,„daß wir nie zu alt ſind, um zu lernen.“
Nun war alle Förmlichkeit zu Ende und am gan⸗ zen Tiſch brach ein maßloſes Gelächter aus. M'Nab und der Engländer allein nahmen keinen Theil daran, ſondern glotzten einander an, wie zwei Tiger, und ohne Montroſes Vermittlung wäre es zu einem Duell ge⸗ kommen.“
„Dieſer M'Nab iſt ein Mann nach meinem Herzen,“ rief Maurice;„in der Lektion, die er dem Engländer gab, lag etwas echt Iriſches.“
„Ich wollte, Sie hätten ihm das geſagt,“ verſetzte der Doktor trocken;„ich ſelbſt würde dazu keine Luſt verſpüren, denn er hätte Ihnen gewiß für Ihre Zu⸗ ſammenſtellung mit Ihren Landsleuten auf eine ganz eigenthümliche Art gedankt.“
„Hören Sie, Doctor,“ ſagte Dennis,„können Sie uns nicht ein paar Verschen zum Beſten geben? Haben
Lever, O“Malley. III. 19


