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birgsſchluchten, denn die Franzoſen durchſtreiften nach allen Seiten das Land und meine Burſche, blos zwan⸗ zig an der Zahl, zitterten, wenn ſie nur ihren Namen hörten. Wir mußten alſo vor Allem darauf Bedacht haben. mit ihren Fouragierparthien nicht in Berührung zu kommen. So marſchirten wir mehrere Tage und machten ſelten mehr als etliche Stunden zwiſchen Sonnenauf⸗ und Untergang, wobei wir immer eine Wache vorausſchickten, um uns zu ſagen, ob es geheuer war. Der Weg war troſtlos langweilig, denn ich hatte Niemand, mit dem ich mich unterhalten konnte, und ſo verfiel ich denn in tiefes Nachdenken über den alten Wein in den großen braunen Fäſſern: ich dachte an ſei⸗ nen herrlichen Duft, ſeine uͤppige gelbe Farbe, ſein öliges Ausſehen, wenn er ins Glas flöße, den herrlichen Nachgeſchmack, der das innerſte Herz erwärmt, und es war mir wirklich, als könnte ich ihn durch die Fäſſer hindurch riechen.
Wie verlangte es mich, eine der Tonnen anzuboh⸗ ren, wenn auch nur um zu ſehen, ob meine Träume⸗ reien darüber etwas Wahres haben! Es kann ja auch rorher Xeres ſein, dachte ich, und dann habe ich Nichts gewußt. Dieſer Gedanke betrübte mich ſehr: ich erwähnte ihn gegen den potugieſiſchen Intendanten, der uns als eine Art Aufſeher begleitete, aber der Schurke grinste blos und ſprach von der Junta und lebenslänglicher Galeere, ſo daß ich Nichts mehr davon verlauten ließ. Nun gut, am dritten Tage unſers Marſches meldete uns der Späher, daß er in Merida, etwa eine Stunde von uns, ein engliſches Cavallerieregiment geſehen habe, das nach den nördlichen Provinzen marſchire und im Dorfe übernachten werde. Nachdem ich daher alle meine Vorbereitungen für die Nacht getroffen, nahm ich ein friſches Pferd und galoppirte hinüber⸗ um meine Lands⸗ leute zu beſuchen und etwas Neues von ihnen zu hören. Es war dunkle Nacht, als ich ankam, aber ich fand un⸗ ſere Burſche bald heraus: es war das lite leichte Dra⸗


