Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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als wir im anſtoßenden Zimmer frohliches Gelaͤrme hoͤr⸗ ten und ſtehen blieben,

Sind die Dons ſo muntere Zecher, Herr Major? fragte ich, da in dieſem Augenblicke ein ſchallendes Ge⸗ lächter ausbrach.

Bei Gott, ich muß mich ſelbſt darüber wundern. Am Ende haben ſie uns von unſerem Weine abgeführt.

Wir merkten jetzt, daß die heitern Töne aus der Küche kamen, die auf einen kleinen Hof hinausſah. In dieſen ſchlichen wir uns, traten geräuſchlos an das Fen⸗ ſter und überſchauten jetzt die Szene drinnen.

Um ein loderndes Feuer, uͤber welchem an einer Kette ein maſſiver eiſerner Topf hing, ſaß eine fröhliche Geſellſchaft von etwa ſechs Perſonen. Die eine Gruppe war in tiefen Schatten gehüllt, die andere aber war glänzend beleuchtet von dem luſtigen Feuer und zeigte uns einen wohlhäbigen Dominikaner, dem der Bart bis an den Gürtel herabhing, ein lebhaftes ſchwarzäugiges Mädchen von etwa achtzehn Jahren und zwiſchen Bei⸗ den, höchſt behaglich den einen Arm um das Pfäfflein, den andern um die Dirne geſchlagen, keine geringere Perſon, als meinen ehrlichen Mickey Free.

Aus der hin und her ſchwankenden Bewegung ſeines Kopfes ging deutlich hervor, daß er ſeine Aufmerkſam⸗ keiten zwiſchen der Kirche und dem ſchönen Geſchlechte theilte, obſchon ſie, aufrichtig geſtanden, vom Letzteren günſtiger aufgenommen zu werden ſchienen, als von der erſteren denn ein brauner irdener Krug abſorbirte alle Gedanken des würdigen Mönchs, die er von der Be⸗ trachtung himmliſcher Gegenſtände zu erübrigen ver⸗ mochte.

Marie, mein holdes Schätzchen, ſieh mich nicht auf dieſe Art an, ſo nur aus dem Augenwinkel heraus; ich weiß wohl, daß Du mich lieb haſt die Mädels haben mich alle lieb Du meinſt, ich ſcherze, aber wie könnte ich vor dieſem heiligen Mann da eine Lüge ausſprechen! Nicht wahr, ehrwürdiger Vater?