Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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und meine Ungeduld hatte die höchſte Spitze erreicht, als plötzlich Hufſchläge den Hügel herauf ertönten. Ich ſah hinaus und erblickte einen Reiter, der ſehr ſchnell her⸗ anſprengte. Ehe ich errathen konnte, wer er wohl ſeyn mochte, hielt er an, und ich erkannte den Kapitän Tre⸗ vyllian. Auf ſeinem Geſichte ſpiegelte ſich eine gewiſſe behagliche Impertinenz und halblächelnde Selbſtzufrie⸗ denheit, die ich nie zuvor bei ihm geſehen hatte. Er berührte ſeine Mütze zum Gruß und ſagte—

„Kann ich die Ehre haben, einige Worte mit Ih⸗ nen zu ſprechen?“

Ich verbeugte mich ſchweigend, während er abſtieg, und, den Zügel unter den Arm nehmend, zu mir her⸗ antrat.

„Mein Freund, Kapitän Hammersley, hat mich be⸗ auftragt, in dieſer unangenehmen Sache zu Ihnen zu gehen—“

„Bitte um Verzeihung, wenn ich Sie unterbreche, Herr Kapitän; aber da ich noch zu erfahren habe, auf was Sie oder Ihr Freund andeuten, ſo möchte es für die Sache förderlich ſeyn, wenn Sie unumwunden Ihre Meinung erklärten.“

Er wurde feuerroth, fuhr jedoch ohne die mindeſte Aufregung in ſeinem Tone fort:—

„Mein Freund hat mich nicht in das ganze Ge⸗ heimniß der Sache eingeweiht, auch habe ich von ihm keine Erlaubniß, näher darauf einzugehen, da er ver⸗ muthlich, wie in der That auch ich ſelbſt, vorausſetzt, daß Ihr eigenes Gefühl von Ehre jede weitere Verhand⸗ lung oder Erörterung ebenſo unnöthig als unpaſſend finden würde.“

„In der That, wenn ich recht verſtehe, ſo erwartet man von mir, daß ich mich mit Kapitän Hammersley aus irgend einem mir unbekannten Grunde ſchlagen ſoll—“

„Er wünſcht das allerdings,“ warf mein Gegner trocken ein.

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