Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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225 mich vom Zweck Ihres heutigen Beſuches zu überzeugen; Sie ſollen ſich nicht täuſchen. Ich hoffe, dieſe Verſiche⸗ ung wird Sie fernerer Ausbrüche Ihres Unmuthes über⸗ heben.“

„Ich danke Ihnen, danke ganz verbindlichſt für die Schnelligkeit Ihres Auffaſſungsvermögens, und ich will mich jetzt verabſchieden. Guten Abend, Mr. O'Malley. Ich wünſche Ihnen viel Glück; empfangen Sie meine vollſten Gratulationen zu allem Ihrem Glück.“

Der höhniſche Nachdruck, den er auf die letzten Worte legte, haftete noch lange, nachdem er ſich ent⸗ fernt hatte, in meiner Seele, und in der That erſchien mir das Ganze ſo gänzlich traumähnlich, daß ich ohne die auf dem Boden liegenden Bruchſtücke des Gemäldes, welches er mit ſeinem Abſatze zermalmt hatte, kaum an mein wirkliches Wachen geglaubt hätte.

Mein erſter Gedanke war, Power aufzuſuchen, in beſen Einſicht und Rath ich das vollkommenſte Vertrauen etzte. Ich brauchte nicht lange zu warten. Denn kaum hatte ich meinen Mantel umgeworfen, als er heranritt. Er hatte Hammersley ſo eben geſehen und von unſerem Rendezvous gehört.

„Ei, ei, was iſt das, mein beſter Charley? wie haben Sie den armen Hammersley behandelt?“

„Ihn behandelt! Sagen Sie lieber, wie er mich behandelt hat.“

Ich erzählte ihm jetzt kurz, aber wahrheitsgemäß den ganzen Vorfall. Power hörte mich mit großer Nuhe an, aber aus den Fragen, die er dazwiſchen hin⸗ ein an mich richtete, konnte ich erſehen, daß ihm die Sache ganz anders dargeſtellt worden war.

„Und iſt das Alles, was vorgefallen iſt?⸗

„Ja, Alles.“

„Aber wie ſteht's denn mit der Liſſaboner Sache?“

„Ich verſtehe Sie wirklich nicht.“

Lever, O'Malley. II. 15