Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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ken iſt als ſeine Kameraden, zu ſeiner Rettung wagt, von einem gegen ihn gerichteten Mordplan in Kenntniß geſetzt wird. Zuweilen, je nach dem Geſchmack des Er⸗

zählers, iſt das intereſſante, freundlich geſinnte Indivi⸗

duum ein altes, zuweilen ein junges Weib, zuweilen ein ſchwarzbärtiger Bandit, zuweilen ein Kind und nicht ſel⸗ ten fühlt ſogar ein Hund menſchlich genug, um dieſen Dienſt zu leiſten. Eines aber bleibt ſich bei all dieſen Erzählungen gleich. Sey nun der Helfer zwei⸗ oder vier⸗ füßig, ſtumm oder ſprechend, jung oder alt, der Fremde merft ſich jedesmal den Wink und kommt vermöge ſeines Scharfſinns glücklich davon. Dieſe nie ausbleibende Schlauheit von Seite des Verurtheilten hatte ich früher oft angezweifelt; jetzt aber hatte ich dem alten Manne nicht lange in's Geſicht ſchauen können, ohne meinen Irrthum hierin klar und deutlich einzuſehen. Wenn je im Blicke eines Menſchen eine Warnung liegen kann, ſo lag ſie im ſeinigen; aber es lag noch mehr darin, näm⸗ lich ein betrübtes, kummervolles Mitleid, wie etwa eine alte, graubärtige Ratze empfinden mag, wenn ſie eine junge, unerfahrene die Angeln einer eiſernen Falle öffnen ſieht, um deren Wirkſamkeit an ihrem Genick zu erpro⸗ ben. Ich hatte während meiner Beſuche im Haus manchmal Gelegenheit gehabt, dem alten Matthew kleine Dienſte zu erweiſen, ihm unbedeutende Geſchenke zu machen und deßhalb konnte ich jetzt, als er die obener⸗ wähnte Geberde vor mir annahm, über ſeine Abſichten ganz und gar nicht in Zweifel ſeyn.

Matthew, kreiſchte eine ſcharfe Stimme, woran ich ſogleich Mrs. Dalrymple erkannte;Matthew, wo bleibt doch der alte Narr?

Aber Matthew hörte nicht oder achtete wenigſtens nicht darauf.

Matthew, Matthew, hörſt Du nicht?

Ich komme, Madame! ſagte er mit einem Seuf⸗ zer, indem er die Thüre öffnete und noch einen Blick auf mich heftete, aber ſo bedeutungsvoll, daß nur die