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„In Malta veranſtalteten wir ein Scheinduell. Der gute Vickers war der Held der Geſchichte und Alles auf's Beſte angeordnet. Einen der Briefe ſpielten wir, na⸗ türlich rein zufällig, Mrs. Dalrymple in die Hände, und ſie war vollkommen vorbereitet, als ſie am andern Mor⸗ gen hörte, ihr zukünftiger Schwiegerſohn ſey erſchoſſen worden. Die junge Lady mußte ſich, ob ihr nun die Sache zu Herzen ging oder nicht, natürlich ganz unbe⸗ kümmert ſtellen, damit die unglückliche Verlobungsge⸗ ſchichte nicht ruchbar werde und ihr nicht anderwärts den Markt verderben möchte. Die Sache ging vortrefflich. Erſt einige Monate ſpäter laſen ſie in einer verwünſch⸗ ten Armeeliſte, daß der verſtorbene Georg Vickers in das 18te Dragonerregiment verſetzt worden ſey; dadurch wurde der Spaß natürlich entdeckt und kann alſo nicht zum zweitenmale aufgeführt werden.“
„Aber könnte ich nicht bereits eine Frau und einen Haufen allerliebſter Kinderchen haben?“
„Nein, nein, Sie würden darauf nur eine größere Geldforderung gründen, wenn ſie die Sache gerichtlich anhängig machen, überdies ſpricht Ihr Alter und Aus⸗ ſehen gegen eine ſolche Annahme. Wir muͤſſen viel fei⸗ ner zu Werke gehen.“
„Nun, was können wir denn anfangen?“ ſagte ich ungeduldig;„es ſcheint allerdings, als ſeyen dieſe guten Leute hartſchlägig gegen alle Liſten und Ausflüchte, die nur je ein pfiffiger Kopf ausgeheckt hat.“.
„Ich meine, ich bin auf dem Sprung; doch bedarf es noch einer reiflichern Ueberlegung. Vorderhand laſſen Sie uns zu Bette gehen. Beim Frühſtück will ich Ihnen das Ergebniß meiner Nachtgedanken mittheilen, und täuſcht mich nicht Alles, ſo können wir diesmal noch ungeſchlagen durchkommen. Nun denn, gute Nacht lieber Alter; teäumen Sie ſüß von der Dame Ihres Herzens,“


