Rubensſchem Colorit geglänzt hatten.„Setz Dich, Charley, und ſag uns, was es giebt.“
Da ich bis auf dieſen Augenblick von der Adam⸗ und Evagleichen Einfachheit, welche bei den Privatan⸗ gelegenheiten in Mr. Blake’s Hauſe obwaltete, keine Ahnung gehabt, ſo würde ich mich gerne von einem Ort, der, wie ich ſah, zum gemeinſchaftlichen Ankleide⸗ zimmer diente, zurückgezogen haben, hätte nicht Mr. Blake's Aufforderung zu bleiben einigermaßen wie ein Befehl gelautet.
„Es iſt,“ ſtotterte ich,„nur ein Brief von meinem Oheim wegen der Wahl. Er ſchreibt, da ſeine Majo⸗ rität jetzt gewiß ſei, ſo würde es ihn ſehr freuen, wenn die ganze Familie auf der Wahlliſte ſtände. Deßhalb beauftragt er mich, Ihre Geſinnungen zu erforſchen und herauszubringen, was Sie im Schilde führen; und... und da ich ein herzlich ſchlechter Diplomat bin, ſo hielt ih res für's Beſte, mit der Sache geradezu herauszu⸗ rücken.“
„„Ich verſtehe,“ verſetzte Mr. Blake, indem er ſich mit dem Raſirmeſſer bedeutend in's Kinn ſchnitt,„ich verſtehe, nur weiter.“
„Nun, Sir, ich habe nicht mehr vtel hinzuzufügen, mein Oheim weiß, welchen Einfluß Sie in Scariff be⸗ ſitzen und hofft, daß Sie thun, was Sie können.“
„Weiter nichts?“ ſagte Blake mit einem ſehr tro⸗ ckenen und ſpitzigen Ausdruck, der mir ganz nnd gar nicht geſiel.
„O ja, Sie moͤchten auch an den alten Mallock ein paar Zeilen ſchreiben.“
„Ich verſtehe, wegen Coolnamuck, nicht wahr?“
„Ja, und das iſt, glaub ich, Alles.“
„Nun gut, Charley, Du kannſt jetzt wieder hinab⸗ gehen, wir wollen die Sache nach Tiſche beſprechen.“
„Ja, lieber Charley, geh, denn ich will jetzt meine Strümpfe anziehen,“ fügte die ſchöne Mrs. Blake mit einem Blicke ſelbſtbewußter Sittſamkeit hinzu.


