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Fünftes Kapitel. Der Geſellſchaftsſaal.
Vier Tage nach dem Abenteuer, das im letzten Ka⸗ pitel ausführlich genug erzählt iſt, erſchien ich wieder im Geſellſchaftszimmer, meine Wangen wohl gebleicht durch ſtarken Blutverluſt, mein Tritt wankend und un⸗ gewiß. Vergebens blickte ich mich nach einer Perſon um, die mir Aufſchluß über die Begebniſſe der vier letz⸗ ten Tage ertheilen könnte: es war Niemand zu treffen.
Die Ladies, ſagte man mir, machten einen Spazierritt;
Matthew war ausgegangen, um einen neuen Leithund zu kaufen; Mr. Blacke warb Stimmen und Kapitän Ha⸗ mersley lag im Bette. Wo war Miß Daſhwood?—
In ihrem Zimmer; und Sir George? Bei Mr. Blacke.
„Wie! ſammelt er ebenfalls Stimmen?“
„Allerdings, wohl möglich,“ war des alten Keller⸗
meiſters verſtändige Antwort, über die ich mich eines Lächelns nicht erwehren konnte. Ich ſetzte mich jetzt in den behaglichſten Lehnſtuhl der aufzutreiben war, ſchlug die Zeitung auf und beſchloß zu erforſchen, was in der politiſchen Welt vorgegangen ſei. Aber ſei es nun, daß die Artikel nicht ſonderlich glänzend abgefaßt waren, ſei es daß das Feuer zu heiß brannte, oder daß meine ei⸗ genen Träume mir vergnüglicher erſchienen als die Phantaſien des Zeitungsſchreibers, ich verſank bald in einen feſten Schlaf.
Wie verſchieden iſt doch die Stimmung, die der Menſch für die geſchäftige Welt des Denkens und Han⸗ delns mitbringt, wenn er durch eine plötzliche rohe Auf⸗
forderung ſich zu erheben und munter zu machen aus
dem Schlafe geweckt wird, oder wenn ihn die ſüßen Silbertöne einer lieblichen Muſik in's Daſein zurück⸗ rufen, einer Melodie, welche zauberiſch die Sinne uͤber⸗


