Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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zimmer geführt, wo eine Geſellſchaft von etwa zwölf Perſonen ſich mit ungemeiner Munterkeit all der guten Dinge erfreute, die dem Hauſe einen wohl verdienten Ruf verſchafft hatten. Nachdem das übliche Händeſchütteln und herzliche Begrüßen vorüber waren, wurde ich in aller Form Sir George Daſhwood vorgeſtellt, einem großen, ausgezeichnet ſchönen Mann von etwa fünfzig Jahren, in militäriſchem Oberrock und mit einem Or⸗ densbande. Seine Art, mich zu empfangen, war etwas ſonderbar, denn als er von meiner Verwandtſchaft mit Godfrey O'Malley hörte, lächelte er leicht, und flüſterte Mr. Blake Etwas ins Ohr, worauf dieſer erwiederte O nein, nein, nicht im Geringſten, ein bloßer Knabe und überdies was er noch hinzufügte, ging für mich verloren, denn in dieſem Augenblicke ſtellte Nora Blake

mich Miß Daſhwood vor.

Wenn die holdſeligſten blauen Augen, die jemals unter einer Stirne von ſchneeiger Weiße geſtrahlt, über welche ein dunkelbraunes Haar nicht ſowohl in Locken, als in üppigen Wogen herabwallte, hätten wiſſen können, welche Verwuſtung ſie in meinem armen Herzen anrich⸗ teten, ſo bin ich uͤberzeugt, Miß Daſhwood würde mehr auf ihre Theetaſſe oder ihre Semmel geſehen haben als mir ins Geſicht, wie ſie es wirklich an dieſem verhäng⸗ nißvollen Morgen that. Ihrem Anzug nach zu urtheilen, war ſie eben erſt angekommen, und die Morgenluft hatte auf ihrer Wange eine Blüthe zurückgelaſſen, die nicht wenig zur Wirkung ihres lieblichen Geſichtes beitrug. Obſchon ſie noch ſehr jung war, hatten ihre Formen doch bereits die ganze Rundung der Weiblichkeit, während ihr heiteres und luſtiges Weſen die zwangloſe Natür⸗ lichkeit verkündete, die nur ſehr jungen Mädchen eigen iſt, und die im Verein mit gutem Geſchmack, mit feinem Takt, mit Schönheit und Talent eine unwiderſtehliche Anziehungskraft beſitzt.

Neben ihr ſaß ein großer hübſcher Mann von etwa fünf und dreißig oder vielleicht vierzig Jahren und ächt