Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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Hier war es auch, wo Mr. Philivp Blake ſeine Gaſt⸗ freundſchaft ſchon über fünfzig Jahre ausgeübt hatte, und ſein Vater vor ihm; und hierher pflegte er, obſchon ſeine Dienerſchaft ſo linkiſch und ordnungslos war, wie Alles ringsumher, die ganze reiche und vornehme Welt des Landes einzuladen, wobei die in der Nachbarſchaft einquartierten Offtziere nie vernachläſſigt wurden, da die Miſſes Blake eine ſo entſchiedene Vorliebe für die Armee hegten, wie nur irgend eine junge Lady im We⸗ ſten von Irland. Während daher der Galwayſquire mit ſeinen Stulpſtiefeln in der einen Ecke die letzten Neuig⸗ keiten von Ballniasloe auskramte, konnte man in einer andern den Dandy aus der St. James⸗ſtreet mehr Künſte verführeriſcher Schmeichelei entfalten ſehen, als er trotz all ſeiner künſtlichen Nachläſſigkeit in den eleganten Sa⸗ lons von London oder Paris hätte wagen dürfen; und derſelbe Mann, der in der Bondſtreet wegen eines noch ſo unbedeutenden Verſehens in Anzug oder Haltung ſei⸗ nen Bruder verleugnet haben würde, war hier ganz ge⸗ müthlich eingebürgert, nahm mit Hausmannsfoſt vor⸗ lieb, wickelte für die jungen Ladies Seide ab, erluſtigte ſich mit Contretänzen und ließ ſich ſogar zu der Schmach einer langweiligen Whiſtpartie zu zehn Pfennigen herab, wobei ihn nur der einzige elende Troſt aufrecht erhielt, daß die Geſellſchaft nun leider einmal nicht ſtandes⸗ gemäß ſey.

Es war an einem klaren kalten Morgen, an dem ein glänzender blauer Himmel und eine ſcharfe ſtärkende Luft nicht minder angenehm auf das Gefühl einwirkten, denn die duftigſten Zephyre und die labendſte Sommer⸗ ſonne, als ich mein Pferd kurz umlenkte und in den Hof von Gurt⸗na⸗Morra einfuhr. Mit Verwunderung be⸗ merkte ich da und dort leichte Spuren von Verbeſſerung; ein oder zwei Thore, die früher mit dem Horizont pa⸗ rallel dagelegen, waren nunmehr wieder in eine ſenk⸗ zechte Richtung gebracht worden; an dem Holzwerk ent⸗ deckte ich etliche fruchtloſe Bemühungen in Malerei,