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und willkommen ſein im Intereſſe der Menſchheit, beachtenswerth und willkommen im Namen der Civiliſation und Duldung, beach⸗ tenswerth und willkommen im Auftrage der hiſtoriſchen Gerechtig⸗ keit! Eine Repriſe der Hand, die einſt ſchrieb an die Mauer in Belzaſar's Palaſte!
Eine ſolche Schilderung iſt die Aufgabe des vorliegenden Buches.
Der Verfaſſer dieſes Romanes lebte mehre Jahre in der un⸗ mittelbaren Nachbarſchaft jener Lande, und wurde daher während ſeines häufigen Kordondienſtes in der Militärgrenze nur zu oft Augenzeuge von Dingen unter der bosniſchen Sonne, von welchen ſich abendländiſche Touriſten auch keine Sterbensſylbe träumen laſ⸗ ſen. Viele Daten verdankt er der Mittheilung der ſogenannten Re⸗ vertenten— dürfte man deutſch Heimkehrlinge dafür brauchen?— wie man kroatiſche Flüchtlinge, wenn ſie ſpäter freiwillig oder ein— gebracht-dem türkiſchen Gebiethe den Rücken kehren, zu taufen pflegt. Er hat am beſagten Kordon mit dem berüchtigten Vuk Vu— kovich ſo manche Nacht in der ſichern Cſarda— Wachtſtube— oder am Bivouakfeuer zugebracht. Der Mann war dabei geweſen, als ſie dreizehn an der Zahl in dem Städtchen Gottſchee, in dem Her⸗ zogthume Krain gelegen, plünderten und nahmhafte Beute hinweg⸗ ſchleppten. Die hochherzige Amneſtie weiland Seiner Majeſtät, Kaiſer Franz des Erſten gab die Flüchtlinge dem bürgerlichen Leben
wieder. Vuk wurde Harambaſſa bei den Sereſſanern und galt als verläßlichſter Mann in der ganzen Truppe. Der Verfaſſer weiß da⸗ her als Augenzeuge, wie durch glaubwürdiges Hörenſagen von dem Treiben in Bosnien zu ſprechen. Viel hat er zudem ſeit jener Zeit über die ſüdſlaviſchen Zuſtände geleſen.
Es ſind die Früchte eines mehrjährigen Studiums, was er hiemit der Leſewelt zur Prüfung vorlegt.
Er iſt kein Daguerre, und will daher die Treue der nachfol⸗ genden Schilderungen nicht bis in die kleinſten Details verbürgen. Schlagende Aehnlichkeit mit dem Originale werden ſie jedoch durch⸗
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