Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Ungefähr ein Viertel vor drei näherte ſich das lange Diner ſeinem Schluſſe. Allerdings waren manche von den Gäſten ſchon lange vorher verſchwunden und ſchon in alle ihre gewohnten Beſchäftigungen mit Bauholz, Thran und Taback vertieft. Einige jedoch hielten bis zuletzt aus. Ein dickleibiger Infanterie⸗Major, der, gegen das Ende der Mahlzeit ſeinen Hausrock aufknöpfend, rauchend und ſeinen Kaffe ſchlürfend ſitzen blieb, als ob er nur ungerne das Feld verlaſſe; ein ernſter, langhaariger Profeſſor und vielleicht ein Acciſe⸗Beamter, der die Wie⸗ dereröffnung des Zollhauſes abwartete, dieſe mochten jetzt die ganze Geſellſchaft ausmachen. Aber auch ſie ent⸗ fernten ſich endlich und gingen mit einer tiefen Verbeu⸗ beugung gegen den Wlrth nach Hauſe oder an ihre gewohnten Orte. Inzwiſchen eilten die Aufwärter da und dorthin, das Tiſchtuch wurde weggenommen, an ſeiner Stelle ein friſches ausgebreitet, und alle Vorbereitungen zu einem neuen Diner wurden mit derſelben⸗ Thätigkeit wie zuvor betrieben. Die in ihre kleinen Hornfutterale eingeſchloſſenen Servietten, die Bierkannen, die kleinen Gerichte von eingemachten Früchten, ohne welche kein Holländer dinirt, wurden alle aufgetragen, und der Wirth ſaß ohne ſich zu regen dort und beobacht te mit ruhigem Wohlgefallen die Vorbereitungen. Wer ihn näher betrachtete, der konnte bemerken, daß ſich ſeine Augen abwechſelnd öffneten und ſchloſſen, gleichſam um ſich gegenſeitig von der Wache abzuloͤſen; außerdem gab er kein anderes Lebenszeichen von ſich. Nicht eimal zuletzt, als der mächtige Schlag drei von der Kathedrale ertönte und mehrere eilige Tritte die Ankunft der Gäſte von der zweiten Tafel verriethen, gab er das min⸗ deſte Zeichen von Aufmerkſamfeit von ſich, ſondern blieb ruhig, ſtill und regungslos ſitzen.

Die nächſten zwei Stunden fand blos eine Wieder⸗ holung der vorangegangenen Arbeit ſtatt, wobei der Wirth ſeine Rolle mit unermüdlicher Thätigkeit ſpielte, und von allen den Items von Suppe, Fiſchen, Rind⸗

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