haben würden, wenn es uns geſtattet geweſen waͤre. Im Vorübergehen laßt uns hier die Bemerkung machen, daß wir, wenn ſich andere literariſche Cha⸗ raktere von ebenſo redlichen Abſichten hätten leiten laſſen, mit jenen höchſt abgeſchmackten Reden ver⸗ ſchont geblieben wären, welche Salluſt ſeinen Per⸗ ſonen in der Verſchwörung Catilina's in den Mund
legt; ſowie denn auch ein anderer Geſch ichtſchreiber
mit noch größerer Frechheit Reden anführt, die der Prinz von Oranien in verſchiedenen Epochen der letzten belgiſchen Revolution hätte halten ſollen.
Mit ſolchen Hoffnungen und Ausſichten alſo machten wir uns an das geheimnißvolle Werk be⸗ ſagter„Zeitvertreibe“, und betrachteten mit einem Vergnügen, das nur Männer von der Feder wür⸗ digen können, den dicken Stoß Manuſkript, der vor unſern Augen anwuchs, während unſer Geiſt bereits ganz in das Werk vertieft war; und moch⸗ ten wir nun unſere Puppen nach dem langſamen Schritt einer Menuette in Bewegung ſetzen, oder Knall und Fall, drunter und drüber, kreuz und quer ſie herumpoltern laſſen, wobei uns die Kritiker gewöhnlich mit Nachſicht behandeln, ſo fühlten wir, daß ſich unſer Fuß genau nach dem Takt bewegte, und daß wir uns an der Aufführung wirklich zu beluſtigen begannen.
So ſtanden die Sachen, als uns an einem Dezember⸗Morgen in der Frühe die Poſt einen ominös ausſehenden Brief brachte, der beim erſten Blick auf das Aeußere unſere Seelen mit Furcht


