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„Ja,“ ſagte ich,„wegen des Spieles— aber—“
Ehe ich den Satz enden konnte, warf er ſich in meine Arme und rief mit Enthuſiasnius:„Du biſt meines Vaters Sohn!“
Dieſe Familien⸗Neuigkeit mußte mich unſtreitig überraſchen, aber ich machte mich los aus den Armen meines Bruders, voll Begierde, den Sinn eines ſolchen Enthuſiasmus zu erfahren
„Aſo ſind Sie gekommen, um das Schauſpiel zu ſehen?“ rief er entzückt, während er ſich in eine Büh⸗ nenſtellung von großem Effekt warf.
„Ja.“ erwiderte ich,„um den Junker und die Kräh⸗ winkler zu ſehen.“
„Ach Gott! wie fein, wie nobel!“
Nun waͤre es mir in jedem andern Augenblick un⸗ begreiflich geweſen, wie das Daranſetzen eines Fünf⸗ franken oder Zweiguldenſtücks ſolche Beiwörter verdienen konnte; aber wie der Dramatiker ſagt, es iſt mir nicht darum zu thun, mich um Raketen zu bekümmern, da ich auf einem Pulverfaß ſaß und ich achtete nicht im geringſten darauf.
„Geben Sie mir Ihre Hand!“ rief er entzückt, „und erlauben Sie, daß ich Sie Freund nenne.“
Der Direktor iſt toll wie ein Märzbaſe, dachte ich, und wünſchte mich aus dem ganzen Abenteuer hinaus.
„Aber da nicht geſpielt wird,“ ſagte ich,„ſo will ich lieber an einem andern Abend kommen, ich werde noch eine Woche hier bleiben, vielleicht noch länger——“
Allein während ich ihn zu verſichern ſuchte, wie wahrſcheinlich es ſey, daß ich einen Winter in Erfurt zubringen wuͤrde, ſo widmete er mir nicht die gerinaſte Aufmerkſamkeit, ſondern ſchien in Nachdenken verſunken, wobei er dann und wann ein Paar Worte fallen ließ, 3. B.—„Die Wurzel iſt krank, d. h. ſie iſt mit den Offizieren bei der Garten⸗Muſik, Blum iſt heute be⸗ trunken, der Etterbaum könnte, wenn er Schinken ge⸗ geſſen hat, keine Note ſingen. Aber dann iſt noch


