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Kaum hatten wir die niedrig gewölbte Thüre be⸗ treten, als die Schnaps⸗ und Tabaksdämpfe mich faſt erſtickten, während der luſtige Chorus eines Trinkliedes eine muntere Geſellſchaft verrieth.
Schon bereute ich meine Thorheit, in den Vor⸗ ſchlag des ſeltſamen Mannes eingewilligt zu haben und wäre er in meiner Nähe geweſen, ſo hätte ich keinen Schritt weiter gethan, aber er war in den Wolken ver⸗ ſchwunden,— die Scheibe ſeiner ſchwarzbraunen Hoſen war alles, was ich durch den Nebel wahrnehmen konnte. Ich war wirklich in einer verwünſchten Lage. Was für ein Recht hatte ich, den Herrn Direktor auszuſpüren und ihn in ſeinem Lager zu ſtören. Genug, daß nicht geſpielt wurde; jeder andere wäre, ſobald er dieß ge⸗ wußt hätte, ruhig nach Hauſe zurückgekehrt.
Während ich dieſe Gedanken in mir herumwälzte, trat mein fetter Freund aus dem Nebel heraus, gefolgt von einem ſchlanken, hagern Manne in ſchwarzer Klei⸗ dung, mit eng anliegenden Hoſen; ein breiter buſchiger Backenbart, der an den Winkeln der Naſe zuſammen⸗ ſtieß, theilte ſein Geſicht in zwei Hälften, während ein ſpitziger Kinnbart den untern Theil deſſelben in eine unermeßliche Länge zu dehnen ſchien.
Bevor der kurze Mann mit ſeiner Ankündigung des Herrn Direktors noch ganz fertig war, hatte ich mich in die weitſchweifigſten Entſchuldigungen wegen meiner unverantwortlichen Zudringlichkeit eingelaſſen, bot all mein Deutſch auf, um die Größe meines Bedauerns auszudrücken und läutete abwechſelnd mit meinem Kum⸗ mer und meiner Beſcheidenheit, meiner Beſcheidenheit und meinem Kummer; endlich ließ ich nach, da mich das verwünſchte Wort, das man im Deutſchen immer an das Ende eines Satzes hängen muß, gänzlich im Stiche ließ.. „Sie ſind alſo gekommen, um das Spiel zu ſehen?“ fragte der Direktor forſchend denn ach! meine Erklärung war keine von den klarſten geweſen.—


