Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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Dorf durchſchnitten, waren nur für Fußgänger zugäng⸗ lich, und häufig Schritt für Schritt in den Felſen ge⸗ hauen, oder ſie bildeten rohe hölzerne Treppen, die hie und da über den Rand der Klippe herüberhiengen, ſo daß ſie alles, nur nicht verführeriſch waren; um ſo weniger, da ſie bei jedem Tritte zitterten und ſchwankten. Die Bauern ſchienen ſich aber wenig hierum zu beküm⸗ mern, denn wir ſahen manche, die ſich über das ge⸗ brechliche Gelaͤnder lehnten und die ungewohnte Erſchei⸗ nung zweier Geſtalten zu Pferd angafften, waͤhrend ich mich durch Zeichen und Geberden bemühte, ihnen be⸗ greiflich zu machen, daß wir überfahren wollten.

Endlich bewegte ſich unter den Weiden des gegen⸗ überſtehenden Ufers ein ungeheures Floß hervor, und vermittelſt eines über den Strom geſpannten Seiles ge⸗ lang es zwei Männern, die große Plattform herüber⸗ zubringen.

Wir führten unſere Pferde ſorgfältig am Zügel, beſtiegen das gebrechliche Fahrzeug und landeten in Bouvigne.

Fünfzehntes Kapitel.

Bouvigne.

Wäre es Ihnen jetzt vielleicht gefällig, ſprach Laura in dem leichten Tone, worin man um irgend einen Aufſchluß zu bitten pflegt,mir zu ſagen, Herr O'Leary, was Sie hier eigentlich für Plane haben? denn bis zu dieſem Augenblick ſah ich nur, daß wir die Entfernung zwiſchen uns und Rochepied vermehren.

Ganz richtig, erwiederte ich;aber Sie wiſſen, wir waren beide einverſtanden, daß wir unmöglich hof⸗ fen können, den Rückweg durch den Wald zu finden. Jeder Weg dort hat nicht nur ſeinen Bruder, ſondern eine ganze große Familie, und alles ſieht ſich ſo durch⸗