Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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Haufen warf; darauf verfolgte mich ein Fluch; aber der Wald nahm mich bald in ſeiner dunklen Umarmung auf, und ich ſah nichts mehr.

Anfangs lag eine Quelle von Troſt für mich in dem Gedanken, daß ich bei jedem Satze weiter aus dem Bereiche derjenigen kam, deren Beſchuldigungen ich mir ſo unglücklicher Weiſe zugezogen hatte. Grand Maitre, Jäger und Aſpiranten, alle waren hinter mir, ja, ſogar die Hunde und die Treiber mit ihnen und, wenn ich mich nicht täuſche, auch der Fuchs. Als ich jedoch ent⸗ deckte, daß der Grauſchimmel unermüdet fortrannte, ſo kam ich doch etwas aus der Faſſung. Allerdings war der Grund vollfkommen weich und ungefährlich: ein langer Holzweg von Torf, ſo platt geſchoren wie ein Luſtplatz. Ich zog und geigte am Gebiß, ich riß am Zaume und verſuchte alle für ſolche Fälle der Noth⸗ angerathene Exerzitien, deren ich mich erinnern konnte; aber es half nichts. Es ſchien mir, als ob irgend ein verwünſchtes Echo das Thier ſcheu machte und zu grö⸗ ßerer Eile antrieb. Gerade als ich auf dieſen Gedan⸗ ken gerieth, hörte ich eine Stimme hinter mir rufen Halten Sie ein halten Sie doch ein, Herr O'Leary! Ich kehrte mich um, und ſiehe, es war Laura, in kurzer Entfernung hinter mir; ihr Vollblut ſtrengte jede Muskel an um mich einzuholen. Sonſt war Niemand zu ſehen, ſo daß wir beide, wie toll da⸗ hingalopdirend, im Walde allein waren.

Ich kann ſehr wohl begreifen, warum das zweite Pferd beim Wettrennen ſein Möglichſtes thut, um das erſte zu werden, wäre es auch nur um eine ganz na⸗ türliche Neugierde zu befriedigen, weil es gerne ſehen möchte, warum das andere ſo ſtark rennt; warum aber das erſte nur um ſo ſchneller läuft, weil andere hinter ihm ſind, das iſt mir ein wahres Räthſel. Und doch war es ſo; meine heilloſe Menie fieng erſt an, alle ihre Kräfte zuſammenzuraffen, als ſie verfolgt wurde. Jetzt ging es, wie der Franzoſe ſagt, Ventre à terre,