Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel. Die Jagd⸗Cröffnung.

Ich wünſchte, es könnte mir Jemand erklären, woher es kommt, daß die Neigungen und Liebhabereien der Nationen weit ſchwerer nachzuahmen ſind, als ihre Sprachen und Inſtitutionen. Nichts iſt gewöhnlicher, als Polen und Ruſſen zu finden, welche die Hälfte der europäiſchen Sprachen gleich ihrer Mutterſprache reden. Deutſche bringen es häuſig zu gleichem Grade der Voll⸗ kommenheit; einige Engländer haben dieſe Gabe eben⸗ falls. Desgleichen dürfte es nicht ſchwer halten, manche Ausländer zu finden, die mit allen Regierungsangelegen⸗ heiten der Länder, die ſie beſucht haben, genau bekannt ſind, mit der äußern und innern Politik; mit der Statiſtik der öffentlichen Schulden und Steuern; mit den religiöſen Einflüſſen; mit den Hülfsquellen und ſo weiter. In der That, in unſern Tagen, wo alles reiſt, iſt dieſe Art von Unterricht mehr oder weniger allgemein geworden, während die Neigungen und Sitten, die doch offenbar weit leichter erworben werden können, Gegenſtände der albernſten Fehler und der plumpſten

Nachahmung ſind. Um meine Behauptung durch Bei⸗ ſpiele zu erläutern, wer ſah je einen andern als einen Ungarn, die Mazurka mit erträglicher Grazie tanzen? wer ſah je gut walzen, außer unter Oeſterreichern? wer ſah jemalsAoilette außerhalb Frankreich? ſo iſt es indeſſen. Eine künſtliche Grenze, von der Hand Neſſelrode's oder Talleyrand's mit rother Linie auf einer Landkarte gezogen eine von den Fingern Metternichs in die Karte geſteckte Nadel entſcheidet die ganze Frage und ſagt:ſo weit ſollſt Du tanzen und nicht