Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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trockener Küſte. Ich ſah auf meine Uhr, es war

erſt viere. Unſer Zuſammentreffen war um fünf

und ein halb Uhr beſtimmt, ich ſchlich deshalb leiſe zu meinem Schlafzimmer zurück, erfreut eine halbe Stunde meinem ungeſtörten Nachdenken widmen zu können. Nachdem ich meinen Anzug beendet hatte, öfnete ich das Fenſter und ſprang in den wild vernachläſſigten Garten, in welchem gleichwohl alle Bäume im reichen Blüthenſchmucke

prangten und wilde Feldblumen in üppigem Auf⸗ wuchſe ihre Farbenpracht und ihren Duft verbrei⸗

teten.

Hier überließ ich mich meinen Gedanken; ich fühlte zwar, daß ich bei allen Vorſchritten der Angelegenheit, die ich beenden ſollte, ohne Vor⸗ wurf ſey, weil dieſer Zweikampf mir von einem aufgedrängt wurde, der mich zum Gegenſtande ſeines Grolles auserſehen hatte; gleichwohl er⸗ kannte ich, ſein Ergebniß könne nur alle meine Hoffnungen vernichten. Schon hatte ſie mir mitgetheilt, wie groß ihres Vaters Anhänglichkeit an ſeinen Neffen ſey, und mich mit ausdrucks⸗ voller Bangigkeit vor jeglicher Reibung mit ihm gewarnt. Doch wie vergeblich ſind alle unſere Anſtrengungen, wie fruchtlos unſere Bemühungen gegen den Stromlauf unſers Geſchickes anzukäm⸗ pfen. Für eine kurze Weile mögen wir freilich