Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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dem Kamin, alles aber von der Zeit arg mitge⸗ nommen oder muthwillig beſchädigt. Degen, Schärpen und Säbeltaſchen hingen mit Sporen, Kugelbeuteln, Flinten, Angelgeräth und Tandem⸗ Peitſchen an den Wänden, die mit den ſonderbar⸗ lichſten Zerrbildern und manchen Inſchriften be⸗ malt waren. Der Bewohner des Zimmers mußte Militair und ganz erſichtlich ein drolliger Geſell feyn.

Während ich darüber nachdachte ward die Thür vorſichtig geöfnet und eine Geſtalt erſchien. Der Eintretende war kaum vier und einen halben Fuß hoch, etwa im ſechzigſten Jahre. Sein gegen die übrige Geſtalt ganz ungeheuer mißgeſchaffener Kopf zeigte eine ſolche Menge platter Flächen, als hätte die Natur ihn urſprünglich zum Kriſtall beſtimmt. Auf einer dieſer Flachebnen ſtanden ſeine Augen, möglichſt weit auseinander und ſo daß ſie niemals in gleicher Richtung hinblickten. Die Naſe war kurz und ſtumpf, die Nüſtern weit und ausgedehnt, als ſey das Glied im Au⸗ genblicke böſer Laune dem Geſichte eingeſezt und durch Gewalt platt gedrückt. Der Mund glich der boshaften Schneide eines ſtumpfen Inſtru⸗ mentes, eingekerbt, zerriſſen, uneben. Er öfnete nicht parallel, ſondern in ſchiefer Nichtung von der rechten zur linken, umgeben von den gekrümmte⸗