Teil eines Werkes 
Bändchen 12-15 (1852)
Entstehung
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„So kommen Sie, ich will Ihnen den Weg nach der Kapelle zeigen!“ ſagte Norwood, der ſich eines Gefühls der Theilnahme nicht enthalten konnte.

Frank ſprach mit ſeinen Leuten einige Worte in ungari⸗ ſcher Sprache, und wickelte in aller Eile den Todten in ſeinen Mantel.

Dann wurde der Dahingeſchiedene auf eine Thüre gelegt, und neben ihn, zu beiden Seiten, ſein Tſchako und ſein Säbel.

„Sorgen Sie dafür, daß er wie ein tapferer und treuer Soldat begraben wird,“ ſagte Frank ſtammelnd, während ſie ſo fort gingen.„Dieß wird zur Beſtreitung der Koſten hinreichen.“

„Nein, nein; es bedarf deſſen nicht,“ ſagte Norwood, die dargebotene Börſe zurückſchiebend.„Wir werden das ſchon beſorgen.“

„Laſſen Sie ihm auch, um ſeines Freundes willen, einen Grabſtein ſetzen. Er hieß„Stanislaus Ravitzky.“

„Und darf ich Sie bitten, mir zu ſagen, wie Sie heißen?“ ſagte Norwood.

„Sie werden meinen Namen aus einem der erſten Berichte des Mailänder Kriegsgerichts erfahren,“ ſagte. Frank bitter.

„Warum gehen Sie alſo nach Mailand?— Warum eilen Sie Ihrem Verderben entgegen?⸗

„Sie wollen ſagen, warum ich nicht deſertire?— Warum ich meine Ehre nicht verſcherze, und meinen Eid nicht breche? Weil ich ein Gentleman bin, mein Herr; — und wenn dieſe Erklärung Ihnen unverſtändlich iſt dann iſt es um ſo ſchlimmer für Sie.“

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„Ich habe ihn in der Kapelle gelaſſen,“ ſagte Nor⸗ wood zu d'Esmonde einige Minuten nach dieſem Geſpräche; ver liegt neben dem Leichnam auf den Knien, und betet.