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Wer durch dieſes Hin⸗ und herſchwatzen am Meiſten verwirrt war, war der Canonico, der dann und wann von ſeinem Teller aufblickte, und dabei ein Geſicht zeigte, woraus ein ſtummes Erſtaunen ſprach.
„Hoffentlich haben Sie gehört, Herr Canonicus,“ ſagte der Abbé, ihn geſchickt anredend,„daß die ſtädtiſchen Behoͤrden nur zwoͤlf tauſend Kronen für das Feſt von San Giovanni ausgeſetzt haben?“
„Zwölf tauſend Kronen! Damit wird man nicht einmal dan Thron der heiligen Jungfrau bezahlen können,“ brummte der Canonicus,—„geſchweige denn die ſechs und zwanzig Engel in geſticktem Mouſſeline!“
„Dieſes Mal ſollen keine Engel dazu genommen werden. Die Prieſter der Santa Croce ſollen hinter dem Baldachin einherſchreiten.“
„Das wirv aber die Proceſſion ruiniren,“ murmelte der Canonicus.
„Sie ſehen gewiß ſo wenig wie moͤglich wie Engel aus,“ ſiel Jekyl hinterliſtig ein.
„Sechzig Lampen und zwei hundert Kerzen ſind eine Bagatelle,“ fuhr d'Esmonde fort.
„Finſterniß,— wirkliche Finſterniß,“ rief der Cano⸗ nicus.„Ubi evasit pietas nostra?— Was iſt aus unſerem alten Glauben geworden?“
„Der Soldat wünſcht Ew. Hochwürden alsbald zu ſprechen,“ ſagte ein eilig hereintretender Diener;„er fürch⸗ tet, daß es bald mit ihm aus ſein werde.“
„Es fällt in dieſem Augenblick ein ſtarker Morgen⸗ thau,— kann er nicht warten, bis die Sonne aufgeht, Ginſeppe?“
„Sie würden beſſer daran thun, wenn Sie alsbald nach ihm ſehen würden, Herr Canonicus,“ flüſterte der Abbé.“ „ Ach, ach!“ ſeufzte der Prieſter,—„mein Weg iſt ein gar mühevoller:— ‚potum meum cum fletu mis-


