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ordnung. Wir wollen ſie in ihren Geſprächen nicht ſtören an einem Orte, wo das Klirren mit Edelſteinen beſetzter Degen, oder das Klopfen auf mit Diamanten beſetzte Schnupftabaksdoſen die paſſenden Accompagnements der Themas bildete, und uns noch einmal der Perſon zuwen⸗ den, an deren Schickſalen wir ein lebhafteres Intereſſe nehmen.
Schon zwei Mal hatte ſie geläutet, um zu fragen, ob der Bote noch nicht zurückgekommen wäre.
Endlich kam derſelbe; aber er brachte keine Antwort auf ihr Schreiben.
Ihre Ungeduld erreichte den höchſten Grad. Der Diener, der das Schreiben fortgetragen, mußte vor ihr erſcheinen; ſie fragte ihn genau und umſtändlich, ob er das Schreiben bekommen, wem er es übergeben, und welche Antwort er erhalten. Ein Soldat hatte ge⸗ ſagt:„Gut!“ und hatte dann die Thüre geſchloſſen.
Die arme Kate! Es war ihre erſte Lection in der „lakoniſchen Soldatenſprache,“ und ſollen wir die Wahr⸗ heit geſtehen, ſo war ſie damit nicht recht zufrieden. Die „Princesse de Midchikoff« hätte doch rückſichtsvoller behandelt werden können.
Sie ging, während ihr dieſer Gedanke durch den Kopf fuhr, an einem Spiegel vorüber, und ihre Miene ſtrafte dieſen Glauben nicht Lüge; auch konnte ſie ſich nicht enthalten, ihre eigene Schönheit zu bewundern, ob⸗ gleich dieſes Gefühl halb und halb mit einem andern,— mit dem der Scham nämlich, vermiſcht war.
„Es iſt ein Soldat hier, Madame,“ ſagte ein Die⸗ ner,—„ein Soldat mit einem Briefe. Er will den⸗ ſelben aber durchaus nur Ihnen übergeben.“
„Man laſſe ihn alsbald herein!“ ſagte ſie unge⸗ duldig.
And während ſie dieſe Worte ſprach, trat der Sol⸗ dat vor. Sich aufrichtend, ſalutirte er mit der Hand


