Teil eines Werkes 
Bändchen 12-15 (1852)
Entstehung
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Auersperg fahren. Ich weiß nicht gewiß, ob ich zu dem Kutſcher nicht ſagte, er ſolle mich zu meinem Onkel ahren.

Luſtig fuhren wir fort, und bald kamen wir in einem altmodiſchen Hofe an, aus dem eine große Treppe in den vierten Stock hinaufführt, wo, wie man mir ſagte, der Feldmarſchall wohnte.

Meine großen Erwartungen wurden hiedurch ſchon ein Bischen herabgeſtimmt; allein es war dieß noch Nichts im Vergleich mit dem, was ich fühlte, als die Thüre von einem alten Jäger mit einem holzernen Bein, und nicht, wie ich erwartet hatte, von einem Lakaien in großer Livree, aufgemacht wurde.

Was iſt's, Cadett? ſagte er in einem Tone kühlſter Familiarität.

Es wohnt hier wohl der Feldmarſchall von Au⸗ ersperg? ſagte ich.

Er antwortete mit einem Kopfnicken.

Ich wünſche, ihn zu ſprechen.

Er ſchüttelte den Kopf ernſt, und ſagte, mich von Kopf bis zu Fuß meſſend:Jetzt nicht, Cadett, jetzt nicht!

Bringen Sie ihm dieſe Karte lun ſagte ich, ihm eine Karte gebend, worauf mein Name ſtand.Er wird mich gewiß empfangen.

Ich glaube wahrhaftig, der alte Kerl hätte, wenn ich ihm eine geladene Piſtole vorgehalten hätte, weniger geſtutzt, und er rief aus:Ein Cadett mit einer Viſt⸗ tenkarte! Dieß dürfte Ihnen beim Feldmarſchall nur we⸗ nig nützen, Junker u* rief er, ſie mir zurückgebend; uner liebt es, einen Soldaten, einen Soldaten zu ſehen.