das Vrogramm, Nelly, und Du ſollſt ſehen, ob ich die Einzelheiten nicht ausfüllen kann.“
„Wohlanl es ſei ſo; allein wir haben noch Viel zu thun; hier find verſchiedene Briefe— hier iſt Frank's Brief. Wir wollen einmal ſehen, wie es dem lieben Burſchen geht!“ 8
Dalton ſetzte ſich, ohne ein Wort zu ſprechen; und es lag in der That in ſeinen Geſichtszügen mehr Reſig⸗ zahaif als Neugierde, während er ſeine Arme faltete und zuhörte.
„Theuerſte Nelly!
„Erſt vor einigen Tagen habe ich gehört, daß meine zwei letzten Briefe zurückbehalten worden ſind; ſie waren meinem Hauptmann nicht,— wie es doch hätte geſche⸗ hen ſollen,— zum Leſen vorgelegt worden, und darum hat man ſie zurückbehalten und vernichtet. Dieſes Schrei⸗ ben wird Euch auf dem Privatwege,— durch einen meiner Freunde,— einen Tabulettkrämer von Donau⸗ eſchingen,— zukommen.“
„Was iſt der Menſch?— ein Tabulettkrämer?“ ſiel Dalton zornig ein.
„Ja, Pava; vergeſſen Sie nicht, daß der arme Frank immer noch gemeiner Soldat iſt.“
„Wohlan, Gott ſchenke mir Geduld, denn Ihr Alle nehmet ſie ſehr in Anſpruch!“ platzte der alte Mann zornig heraus.„Weiß er, daß er ein Dalton iſt?— ſpürt er Blut in ſeinen Adern? Warum, zum Henker, muß er ſich einen diebiſchen Spitzbuben mit einem Packe voll ſchlechter Calicos zum Freunde erküren? Macht man ſe ſeiner Familie Ehre, und hilft man derſelben o auf?“
ſ„Er heißt Adolph Brauer,“ las Nelly mit leiſer, gedämpfter Stimme fort.„Du wirſt erſtaunt ſein, wenn ich Dir ſage, daß ich alle ſeine Güte und Freundlichkeit Dir verdanke,— ja Dir ſelbſt, liebe Schweſter. Auf


